Ketterer Kunst Logo

Detailsuche

Das internationale Auktionshaus für den Kauf und Verkauf von
Katrin Heichel

Biografien
Katrin Heichel

*  1972 Leipzig

Katrin Heichel, 1972 in Leipzig geboren, gehört der jungen Generation der Neuen Leipziger Schule an. Nach ihrer Schulausbildung und Lehre besucht sie neben diversen beruflichen Aktivitäten, etwa die Arbeit für den Restaurator Udo Hauke, von 1995 bis 1999 die Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Arnd Schultheiß. Von 2000 bis 2005 studiert Heichel dort im Anschluss Malerei und Grafik bei Arno Rink. Als Meisterschülerin von Neo Rauch beendet sie ihr Studium 2008. Im Rahmen ihrer unterschiedlichen Werkzyklen ist die Bildsprache Katrin Heichels durch magische, ikonografische und populäre Elemente geprägt, die zu einer unverkennbaren, faszinierenden Bildwelt verschmelzen. In frühen Arbeiten ab 2004 - vorwiegend Selbstporträts - setzt sich Katrin Heichel in der Opferrolle breit rezipierter, historisch-literarischer Frauenfiguren wie Ophelia oder Lavinia unmittelbar der männlich konnotierten Schau des Betrachters aus, befreit sich aber bald aus dem patriarchalen Rollengefüge und geht als selbstbewusste Siegerin aus dem Bildgeschehen hervor. Auch im Zuge dieses Wandels bleibt jedoch eine subtile Ambivalenz der Bildaussage bestehen, etwa indem die Künstlerin durch Attribute wie Federn, Hörner und Geweihe auf die Jagd und die Frau als mögliche Jagdbeute oder Siegestrophäe verweist. Der Themenzyklus gipfelt in der Ausstellung „Das große Halali“ von 2007 in der Galerie b2 in Leipzig, welche in der Heterogenität der angewandten Techniken und Formate an das barocke Sammlungs- und Präsentationskonzept der Wunderkammer erinnert. Charakteristisch für Katrin Heichels Arbeit ist der pastose, nahezu skulpturale Farbauftrag sowie die beinahe kubistisch anmutende Aufgliederung und Verflechtung unterschiedlicher Perspektiven. Dieses Verfahren offenbart sich auch in der Werkserie „Honig“ ab 2008, in der das bunte Jagdtreiben einer theatralisch inszenierten, architektonischen Leere weicht, welche die menschliche Anwesenheit nur noch erahnen lässt. Zu den Bildprotagonisten werden so die sich im Raum befindlichen Gegenstände - ein Prinzip, das auch in späteren Werkreihen bestehen bleibt, etwa dem von religiöser Symbolik geprägten Zyklus „VOTIV“, der Serie „BAU“ und bis hin zu der 2014 in Fürth ausgestellten Themenreihe „Die Nacht“, in der die Einsamkeit allein durch einen vereinzelten Nachtfalter oder eine Kröte gebrochen wird. Im Jahr 2011 erhält Katrin Heichel ein Stipendium der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, mit dem sie für ein halbes Jahr nach New York geht und dort ihre Werke im Rahmen der Ausstellung „pure love“ in der Thierry Goldberg Gallery präsentiert. Heute lebt und arbeitet die Malerin Katrin Heichel in Leipzig.