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Kiki Smith

Biografien
Kiki Smith

*  1954 Nürnberg - lebt und arbeitet in New York

Mit ihren an Tabus rührenden, auf den menschlichen Körper fokussierten Malereien, Grafiken, Fotoarbeiten, Skulpturen und Installationen hat Kiki Smith internationalen Ruhm geerntet.
Geboren wurde Kiki Smith, die Tochter eines amerikanischen Bildhauers, 1954 zwar im fränkischen Nürnberg, doch aufgewachsen ist sie in South Orange / New Jersey. Strenggenommen blieb Kiki Smith Autodidaktin, denn nach nur drei Semestern an der Hartford Art School in Connecticut ließ sich Kiki Smith 1976 in New York nieder, wo sie sich mit verschiedenen Jobs über Wasser hielt und schließlich um 1978 durch die Vermittlung des Filmemachers Charlie Ahearn zur Künstlervereinigung "Collaborative Projects" stieß.
Bald entstanden erste Monotypien von Alltagsgegenständen, und ab 1979 wandte sich Kiki Smith auch ihren "Körperbildern" zu: Zunächst schuf sie Darstellungen von abgetrennten Gliedmaßen ("Severed Limbs"), dabei auf eine wichtige Inspirationsquelle, ein anatomisches Lehrbuch ("Henry Gray's Anatomy of the Human Body"), zurückgreifend. Der Tod ihres Vaters (1980) beförderte noch Kiki Smiths Hinwendung zu Themenkreisen wie Vergänglichkeit und Sterblichkeit des Körpers. Diesem künstlerischen Interesse trug Kiki Smith zudem Rechnung, indem sie sich 1985 zum "Emergency Medical Technician" ausbilden ließ, um ihr anatomisches Wissen praktisch zu erweitern.
Der Einfluss dieser Ausbildung war bemerkenswert, und der menschliche Körper ist bis heute ein beherrschendes Thema für Kiki Smith geblieben. So zeigt etwa die Grafikserie "Possession Is Nine-Tenths of the Law" (1985) menschliche Organe; und auch Körperflüssigkeiten standen immer wieder im Zentrum des künstlerischen Interesses, beispielsweise in "Untitled" (1986): 12 leere Wasserkrüge, auf die in Frakturschrift Bezeichnungen von 12 Körpersekreten graviert sind, darunter etwa "pus" (Eiter), "semen" (Samen), "vomit" (Erbrochenes) und "urine" (Urin).
In den frühen 1990er Jahren widmete sich Kiki Smith dann auch lebensgroßen menschlichen Körperskulpturen, beispielsweise in ihrer Arbeit zweier leblos hängender, drastisch geschilderter, geschundener Leiber ("Untitled", 1990), die im katholischen Amerika einen Aufschrei des Entsetzens auslösten.
Kiki Smith, die an der Whitney Biennale in New York (1991) und der Kasseler documenta 10 (1997) teilgenommen hatte, wurde bereits mit vielen Einzelausstellungen geehrt, darunter die Schauen in Genf (1990), in Williamstown / Massachusetts (1992), London (1995) und nicht zuletzt im renommierten Museum of Modern Art in New York (2003).
Kiki Smith lebt und arbeitet in New York.