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Lambert Jacobsz

Biografien
Lambert Jacobsz

*  1598 Amsterdam
† 1636 Leeuwarden


Der Maler, Kunsthändler und Mennonitenprediger Lambert Jacobsz, Vater des ebenfalls als Maler bekannten Abraham van den Tempel, wird 1598 in Amsterdam als Sohn eines reichen Tuchhändlers geboren. Der Vater, der strenggläubige Mennonit Jacob Theunisz, gestattet dem Sohn eine Malerausbildung, die dieser wohl im Umfeld der Amsterdamer Prärembrandtisten erhält. Ob auch eine Italienreise zur Ausbildung des Lambrecht Jacobsz gehört, muss allerdings aufgrund fehlender Quellenbefunde offen bleiben.
1620 übersiedelt Lambert Jacobsz ins friesische Leeuwarden und nimmt dort Aechje Thonisdr zur Frau. Ein Jahr später wird Lambert Jacobsz offiziell Bürger von Leeuwarden und integriert sich in die dortige Mennoniten-Gemeinde. Aus diesen Kreisen stammen auch die Schüler, die Lambert Jacobsz in seinem Atelier ausbildet, Jacob Adriaensz. Backer und Govert Flinck.
Als Maler schafft Lambrecht Jacobsz, der sich vor allem mit oft originell gewählten alttestamentlichen Sujets befasst, caravaggesk anmutende Halbfigurenbilder und großformatige, kräftig kolorierte Figurenstücke, die den Einfluss von Rubens verraten. Auch malerisch offene Landschaften mit Staffage im Geschmack der Italianisten entstehen.
Neben der Malerei tut sich Lambrecht Jacobsz, wie viele Künstler seiner Epoche, auch als Kunsthändler hervor. Außer seinen eigenen Bildern veräußert er auch Werke von Künstlerkollegen, darunter Arbeiten von Rembrandt, Gerard van Honthorst und Cornelis van Poelenburg.
Lambert Jacobsz, dessen Gemälde heute in Museen wie dem Nationalmuseum in Stockholm oder dem Niedersächsischen Landesmuseum in Hannover zu besichtigen sind, ist nur eine kurze Karriere beschieden: Im Jahr 1636 verstirbt er, noch keine 40 Jahre alt, an der Pest.