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Leon Golub

Biografien
Leon Golub

*  1922 Chicago
† 2004 New York


Leon Golub gilt als einer der wichtigsten Maler der figurativen Nachkriegskunst in den USA.
Geboren wurde Leon Golub 1922 in Chicago. An der Universität in seiner Geburtsstadt immatrikulierte sich Leon Golub 1940 18jährig für das Fach Kunstgeschichte und studierte dort, bis er ab 1942 als Kartograf der U.S. Army Dienst im Zweiten Weltkrieg leisten musste. Zurück in seiner Heimat führte Leon Golub ab 1946 seine Ausbildung weiter. Nun wechselte er von der Theorie zur Praxis und schrieb sich am Art Institute of Chicago für Malerei ein. 1950 beendete Leon Golub das Studium mit dem Abschluss eines Master of Fine Arts, und noch im selben Jahr hatte er seine erste Einzelausstellung in der Contemporary Gallery in Chicago.
Leon Golub und sein Kreis, zu dem auch Nancy Spero zählte, die 1951 seine Frau werden sollte, suchten nach einer neuen figurativen Sprache in der Kunst, die den existenziellen Bedingungen der Nachkriegszeit entsprechen sollte. Mit diesem Ansinnen opponierte Leon Golub gegen die "abstrakte Mode" und insbesondere gegen den Abstrakten Expressionismus, der in jenen Jahren die vorherrschende künstlerische Ausdrucksform darstellte. Zum bevorzugten Sujet von Leon Golub wurde der Mensch, dem er sich in seinen überaus ausdrucksstarken Werken extensiv widmete.
Nach einer kurzen Zeit als Dozent im mittleren Westen der USA und einigen Monaten in Italien (1956 / 1957) übersiedelte Leon Golub 1959 mit seiner Frau Nancy nach Paris, wo die beiden bis 1964 lebten. Zurück in den Vereinigten Staaten ließ sich das Paar in New York nieder, wo die charakteristischen, großformatigen Gemälde entstanden, die oft auch auf aktuelle Ereignisse Bezug nahmen. Daneben schuf Leon Golub ein überaus vitales grafisches Oeuvre.
1970 folgte Leon Golub einem Ruf an die Rutgers University in New Brunswick / New Jersey, wo er in der Folge eine Professur bekleidete. 2004 verstarb Leon Golub in New York.
Der mehrfache documenta-Teilnehmer Leon Golub wurde bereits mit zahlreichen Einzelausstellungen geehrt, darunter etwa die Werkschau "Leon Golub. Paintings 1950-2000" im Brooklyn Museum of Art (2001) oder zuletzt die Schau "Leon Golub. Live & Die Like a Lion?", die als Wanderausstellung 2010 / 2011 im Drawing Center in New York, dem Block Museum of Art in Evanston und dem Museum het Domein in Sittard zu bewundern war.