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Leonardo da Vinci

Biografien
Leonardo da Vinci

*  1452 Vinci
† 1519 Cloux


Leonardo da Vinci, der in idealer Weise den Typ des Universalgenies der Hochrenaissance verkörpert, wird 1452 im toskanischen Bergort Vinci als unehelicher Sohn eines bekannten Notars und des Landmädchens Catarina geboren. Wohl 1466 wird Leonardo nach Florenz zu Andrea Verrocchio, einem der meistgeschätzten Künstler der Stadt in die Lehre gegeben. Hier erhält er nicht nur in Malerei und Plastik, sondern auch in den mechanisch-technischen Künsten Unterricht. Schon in Leonardos Frühwerken zeigt sich eine Domininanz der Farbe über das florentinische Primat der Linie. Hinzu kommt sein ausgeprägtes Interesse an der Darstellung der Natur. Von der Überzeugung getragen, dass "Sehen" mit "Erkennen" gleichgesetzt werden kann - einer Theorie, die er in späteren Jahren in seinem Malerei-Traktat grandios verschriftlichte, wird Leonardo zum Wegbereiter einer anschaulichen Naturforschung. Seine "Federzeichnung einer Toskana-Landschaft" aus dem Jahre 1473 gehört zu den Inkunabeln der autonomen Landschaftsdarstellung. 1481 wird Leonardo da Vinci an den Hof der Sforza berufen und während des ersten Mailänder Aufenthaltes bis 1499 entstehen neben zahlreichen zeichnerischen Entwürfen für das nie zur Ausführung gelangte monumentale Reiterstandbild des Francesco Sforza zwei malerische Werke, die Leonardos künstlerischen Ruf begründen. In der Felsgrottenmadonna von 1483-86 führt Leonardo in der Erweiterung der Planperspektive um eine Farb- und Lichtperspektive das für ihn berühmte "Sfumato" ein. 1498 vollendet er das Wandbild des "Abendmahls" im Refektorium des mailändischen Klosters S. Maria delle Grazie, in dem ähnlich wie einige Jahre später in der "Mona Lisa" Leonardos Ideal der Gruppierung und Beseelung der Figuren meisterhaft zur Anschauung kommt. Nach der Vertreibung des Herzogs Lodovico Sforza durch die Franzosen, kehrt Leonardo nach Florenz zurück und arbeitet von etwa 1503 bis 1506 an dem Fresko mit der Darstellung der "Anghiari-Schlacht", das als Gegenstück zu Michelangelos Fresko mit der "Schlacht bei Cascina" eine Längswand im Palazzo Vecchio einnehmen sollte. 1506-1513 ist Leonardo erneut in Mailand tätig und folgt im Anschluss an einen Aufenthalt in Rom, wo er sich vor allem seinen wissenschaftlichen Studien widmet, 1516 der Einladung König Franz' I. von Frankreich als Hofmaler. In dem kleinen Villenschloss Cloux an der Loire, verbringt Leonardo malend, entwerfend und forschend die letzten Jahre seines Lebens. Leonardos zentrale entwicklungsgeschichtliche Bedeutung für die folgendenden Künstler-Generationen liegt in der Neuheit der malerischen Behandlung seiner Werke. Mit der von ihm eingeführten Vorherrschaft der farbigen Modulation hat Leonardo weitreichenden Einfluss auf Correggio und die venezianischen Maler Giogione und Tizian ausgeübt, der sich bis zum Impressionismus des 19. Jahrhunderts weiterverfolgen lässt.


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