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Ljubow Popowa

Biografien
Ljubow Popowa

*  1889 Iwanowskoje bei Moskau
† 1924 Moskau


Liubov Popova, bedeutende und früh verstorbene Vertreterin der russischen Avantgarde, kommt im Jahr 1889 in Iwanowskoje in der Nähe von Moskau zur Welt. Die Tochter einer wohlhabenden Familie nimmt nach einer Lehrerausbildung das Kunststudium bei Stanislav Zhukovsky und Konstantin Yuon auf. Auch auf ihren zahlreichen Reisen empfängt Liubov Popova wichtige Anregungen. An erster Stelle ist der Parisaufenthalt zu nennen: Als Schülerin der Académie de la Palette lernt Liubov Popova im Winter 1912/13 bei Henri Le Fauconnier und Jean Metzinger. In ihren Werken schlägt sich diese unmittelbare Erfahrung des hochmodernen Kubismus nachhaltig nieder.
Zurück in Moskau beeinflusst Vladimir Tatlin die künstlerische Entwicklung der jungen Malerin, die auch in den Kreisen um Kasimir Malewitsch anerkannt ist. Ihr Werk nähert sich nun der Strenge von Konstruktivismus und Suprematismus.
Offenbar beendet Liubov Popova bereits im Jahr 1921 ihre Malerkarriere und wendet sich Textildesign und Theaterausstattung zu. Aber auch in den angewandten Künsten bringt sie den Stil und die Ideen des Konstruktivismus zum Ausdruck: Für die staatliche Textilfabrik in Moskau entwirft sie beispielsweise 1923 oder 1924 klare geometrische Muster, die das traditionelle Blütendessin ablösen.
Werke der Avantgardekünstlerin Liubov Popova werden heute in renommierten internationalen Museen der Öffentlichkeit präsentiert, beispielsweise im Museu Berardo in Lissabon, dem Museum Ludwig in Köln, dem Russischen Museum in St. Petersburg oder dem State Museum of Contemporary Art in Thessaloniki.
Im Alter von 35 Jahren erliegt Liubov Popova 1924 in Moskau einer Scharlachinfektion.