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Lygia Clark

Biografien
Lygia Clark

*  1920 Belo Horizonte/ Brasilien
† 1988 Rio de Janeiro


Im Jahr 1920 kommt Lygia Clark, eine der wichtigsten Figuren der brasilianischen Nachkriegskunst, in Belo Horizonte zur Welt. Sie studiert ab 1947 Kunst in Rio de Janeiro und zieht 1950 nach Paris, um dort die Studien fortzusetzen. Hier arbeitet Lygia Clark unter anderem mit Fernand Léger zusammen.
Ab 1952 lebt Lygia Clark wieder in Rio de Janeiro. Sie wird 1954 Gründungsmitglied der Künstlervereinigung "Grupo Frente", wo Lygia Clark unter anderem mit Ivan Serpa, Álvaro Siza Vieira, Lygia Pape, Franz Weissmann und Palatnik zusammentrifft. In der zweiten Hälfte der 1950er Jahre entstehen die Werkreihen "Modulated Surfaces" und "Counter-Reliefs", und 1959 zählt Lygia Clark zu den Unterzeichnern des "Neoconcrete"-Manifestes.
Zwischen 1958 und 1960 hält sich Lygia Clark unter anderem in New York auf. Hier wird die aufstrebende brasilianische Künstlerin mit dem Guggenheim International Award geehrt. Von 1960 bis 1964 arbeitet Lygia Clark, zurück in Rio de Janeiro, an der aus geometrischen Metallarbeiten bestehenden Serie "Creatures", und zwischen 1970 und 1975 erfüllt Lygia Clark einen Lehrauftrag an der Faculté d´Arts Plastiques St. Charles an der Pariser Sorbonne.
Lygia Clarks Kunst, die in Malerei und Objekten der geometrischen Abstraktion in der Tradition des brasilianischen Konstruktivismus der Nachkriegszeit nahesteht, ist bereits ab den 1950er Jahren überaus erfolgreich. In den 1960er Jahren öffnet sich Lygia Clark mehr und mehr einem konzeptuellen Kunstverständnis. Zunehmend spielt die Interaktion von Werk und Betrachter vor dem Hintergrund von Psychologie und Sinneswahrnehmung eine Rolle. Ab den ausgehenden 1970er Jahren gewinnen zudem künstlerische Methoden an Bedeutung, die als Kunsttherapeutik zu klassifizieren sind.
Zahlreiche Teilnahmen an den Biennalen von São Paulo sowie Präsentationen auf der Biennale von Venedig (1968) und posthum auf der Kasseler documenta (2007) machen das Werk der Brasilianerin Lygia Clark international bekannt. Bedeutende Sammlungen wie das Museum of Modern Art in New York, die Londoner Tate Collection, das Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia in Madrid und das Pariser Centre Pompidou zeigen heute die Arbeiten von Lygia Clark.
Lygia Clark, die 2012 mit einer großen Retrospektive im Itaú Cultural in São Paulo geehrt wird, verstirbt 1988 in Rio de Janeiro.