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Magdalena Abakanowicz

Biografien
Magdalena Abakanowicz

*  1930 Falenty bei Warschau

Die Polin Magdalena Abakanowicz gilt als eine der wichtigsten plastischen Künstlerinnen der letzten Jahrzehnte. Ihre biomorph abstrahierenden, häufig figürlichen Werke, die oft auf natürlichen Materialien basieren und sich vielfach auch im öffentlichen Raum finden, sind von einer existenziellen Tiefe, der sich kaum ein Betrachter entziehen kann.
Die 1930 im polnischen Falenty nahe Warschau geborene Magdalena Abakanowicz schrieb sich 20jährig an der Kunstakademie in Warschau ein und machte schon in den 1960er Jahren als innovative Textilkünstlerin auf sich aufmerksam: Sie entwickelte eine eigene Webtechnik und schuf die berühmten "Abakans", aus Sisalweberei geformte und im Raum frei installierte Großskulpturen mit weicher, oft die Kreisform variierender Formensprache.
1965 folgte Magdalena Abakanowicz einem Ruf an die Akademie von Posen, wo sie ein Vierteljahrhundert lehren sollte. Etwa zeitgleich begann sie, biomorphe Monumentalskulpturen zu fertigen, die oft menschliche Körper, Körperfragmente oder Tiere andeuten und aus natürlich anmutenden Materialien wie Sisal, Tau, Kunstharz und Sackleinen bestehen. Aber auch herkömmliche Werkstoffe wie Holz, Keramik, Gips, Bronze, Eisen und Stein verwertet Magdalena Abakanowicz in ihren Arbeiten.
Besonders Magdalena Abakanowicz' Skulpturen mit menschlichen Körpern oder Torsi, isoliert oder gruppiert, sind von einem gesamtmenschlichen Pathos durchzogen, das sich auch in den Malereien und Grafiken der Künstlerin wiederfinden lässt. Eine gewisse Dramatik verströmt auch Magdalena Abakanowicz' wohl bedeutendster Zyklus, der zwischen 1978 und 1980 entstanden ist und den Titel "Embryology" trägt: Ein Arrangement aus rund 800 eiförmigen Skulpturen in Größen zwischen vier und 250 Zentimeter.
Magdalena Abakanowicz, die auf der Biennale von São Paolo 1965 mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurde, wurde spätestens mit ihrer Teilnahme an der Biennale in Venedig (1980) weltberühmt. Fortan schuf sie auch zahlreiche Werke für den öffentlichen Raum, etwa die Bronzetierköpfe für den Olympischen Park in Seoul (1988); 1991 / 1992 entstand eine 36teilige Skulpturengruppe ("Die Menge") für das Walker Art Center in Minneapolis. Auch zahlreiche internationale Einzelausstellungen bezeugen die große Wertschätzung, die Magdalena Abakanowicz als eine der bedeutendsten Künstlerinnen unserer Zeit genießt. Hiervon zeugte auch "Abakanowicz on the Roof", eine Werkauswahl auf dem spektakulären Iris and B. Gerald Cantor Roof Garden, die das renommierte New Yorker Metropolitan Museum of Art 1999 präsentierte. Die weltweit anerkannte Künstlerin ist in der polnischen Hauptstadt tätig.