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Marcello Nizzoli

Biografien
Marcello Nizzoli

*  1887 Boretto
† 1969 Camogli


Marcello Nizzoli studiert von 1910 bis 1913 an der Scuola die Belle Arti in Parma. Er ist zunächst hauptsächlich als Maler tätig, um 1914 schließt er sich den Futuristen an. 1918 hat Marcello Nizzoli in Mailand ein eigenes Atelier. Später arbeitet er vor allem als Grafikdesigner und Produktdesigner. Von besonderer Bedeutung ist die Zusammenarbeit von Marcello Nizzoli mit der Firma Olivetti, für die er ab den 1930er Jahren tätig ist. Die Firma gründet 1932 eine Werbeabteilung, sie entwickelt ein einheitliches Erscheinungsbild im Sinne einer Corporate Identity, und auch ihre modernen und funktionalen Produkte erhalten ein ansprechendes Äußeres. Marcello Nizzoli arbeitet für Olivetti erst als Grafikdesigner, 1936 wird Marcello Nizzoli leitender Berater für das Produktdesign der Firma. Marcello Nizzoli gestaltet zahlreiche Schreib- und Rechenmaschinen, darunter die Rechenmaschinen "Summa" (1940), "Divisumma 14" (1947), "Elettrosumma Duplex" (1954), "Audit 202" (1955), "Tetraktys" (1956) sowie die Schreibmaschinen "Lexicon 80" (1948), "Lettery 22" und "Lexikon 80 electric" (beide 1950) sowie "Diaspron 82" (1959). Marcello Nizzoli ist für Olivetti auch als Architekt tätig. Ab 1948 entwirft er Wohnsiedlungen für die Angestellten, in den 1960er Jahren entstehen Bürogebäude. Für die Firma Necchi gestaltet Marcello Nizzoli mehrere formschöne und funktionale Nähmaschinen, darunter die "Mirella" (1957) und die "Supernova Julia" (1961). Typisch für Marcello Nizzolis Produktdesign ist die organische, skulpturale Form sowie die funktionale, für den industriellen Fertigungsprozess optimierte Konstruktion der Maschinen.