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Martin Schongauer

Biografien
Martin Schongauer

*  1430 Colmar
† 1491 Breisach


Der altdeutsche Maler Martin Schongauer wird um 1450 in Colmar als Sohn eines Goldschmieds geboren. Seine Lebensdaten lassen sich nicht eindeutig belegen. Er arbeitet als Maler und Kupferstecher, von seinen Zeitgenossen wird Martin Schongauer auch "hibsch Martin" oder "Martin schoen" genannt. Nur weniges ist über seine Tafelgemälde bekannt, gesichert von ihm gefertigt ist nur das Tafelbild "Madonna im Rosenhag" von 1473, das sich in der Dominikanerkirche in Colmar befindet. 1931 wird an der inneren Westwand des Breisacher Münster das Wandgemälde mit der Darstellung des jüngsten Gerichts entdeckt, das wohl von Martin Schongauer und seiner Werkstatt ausgeführt wurde.
Als Kupferstecher fertigt Martin Schongauer bahnbrechende Werke, die großen Einfluss auf nachfolgende Künstler haben, so auch Albrecht Dürer. Es sind 116 signierte Blätter erhalten, deren zeitliche Abfolge jedoch unklar bleiben muss. Schongauer bereichert den Kupferstich technisch und verfeinert ihn, inhaltlich findet er zu einer neuen, klaren Bildsprache für die christlichen Bildthemen.
An Zeichnungen werden Martin Schongauer etwa 50 Blätter zugeschrieben, die sich in den Museen in Europa befinden.
Ähnlichkeiten mit Bildtypen der altniederländischen Malerei lassen vermuten, dass Martin Schongauer eine Gesellenreise durch die Niederlande unternahm, vielleicht sogar Schüler von Rogier van der Weyden ist.
In den Jahren nach 1470 ist Martin Schongauer in Colmar ansässig, er wird dort mehrfach in Quellen erwähnt und richtet 1486-1488 im St. Martinsstift ein Jahrzeitgedächtnis ein. Ab 1489 bis zu seinem Tod, wohl um 1491, arbeitet Schongauer an Wandmalereien im Breisacher Münster.