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Max Klinger

Biografien
Max Klinger

*  1857 Leipzig
† 1920 Großjena


Der Maler, Bildhauer und Radierer Max Klinger wird am 18.2.1857 in Leipzig geboren. Er studiert in bei Karl Gussow in Karlsruhe und an der Berliner Akademie. 1879 ist er im Atelier von Emile Wauters in Brüssel tätig. Ab 1888 reist Max Klinger wiederholt nach Italien. 1892 ist er Mitbegründer der Berliner Künstlergruppe "XI". Ab 1893 lebt er in Leipzig. 1894 wird er Mitglied der Berliner Akademie, ab 1897 ist er als Professor an der Leipziger Akademie der Grafischen Künste tätig. Ab 1903 hat er auch einen Wohnsitz in Großjena. Beim neu gegründeten Deutschen Künstlerbund ist Max Klinger Vizepräsident neben Max Liebermann, Fritz von Uhde und Harry Graf Kessler. 1906 wird er Vorsitzender des neuen Villa-Romana-Vereins für das Atelierhaus in Florenz.
Ein Grundcharakteristikum der Kunst von Max Klinger ist der Symbolismus mit antik-mythologischen und christlichen Bezügen und Inhalten. Zu seinen malerischen Hauptwerken zählen "Kreuzigung" (1890), "Christus im Olymp" (1897), "Die griechische Geisteswelt" (1909 für Leipzig als Aulagemälde der Universität, zerstört).
In seinem bildhauerischen Werk orientiert sich Klinger an der neu entdeckten griechischen Polychromie und er verwendet farbige Steine, so bei "Die neue Salome" (1893) und "Kassandra" (1886-1895). Als sein Hauptwerk gilt hier die monumentale Statue des sitzenden "Beethoven" (1886-1902, Leipzig, Neues Gewandhaus).
Den bedeutsamsten Teil des künstlerischen Werks von Max Klinger stellt sein grafisches Werk dar. Es zählt zu den besten Leistungen der deutschen Grafik der Neuzeit, sowohl was das Technische, Künstlerische und Narrative angeht. Max Klinger setzt die Technik der Radierung und der Aquatinta in jeder Hinsicht meisterhaft ein und entwickelt sie weiter. Es entsteht ein umfangreiches Werk von Radierfolgen.
Max Klinger stirbt am 4.7.1920 in Großjena bei Naumburg.