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Melchior Lechter

Biografien
Melchior Lechter

*  1865 Münster
† 1937 Raron


Melchior Lechter wird am 20. 10. 1865 in Münster (Westfalen) geboren, wo er Glasmaler in die Lehre geht, nach deren Abschluss er 1884 zum Studium an die Berliner Kunstakademie geht. In Berlin lernt er Stefan George kennen, der sein späteres künstlerisches Schaffen stark beeinflusst. Lechter arbeitet nach Abschluss seines Studiums 1897 maßgeblich an den von George herausgegebenen "Blättern für die Kunst" mit und illustriert auch bis 1907 dessen Werke. Lechters Illustrationen sind dabei insbesondere an die Arbeiten von William Morris angelehnt, entwickeln aber eine eigene Flächenverteilung und Schriftgestaltung. Inhaltlich sind die Motive in ihrer geheimnisvollen Symbolik von George übernommen. Neben seinen illustratorischen Arbeiten sind aber auch Lechters vom Stil der Präraffaeliten geprägten Malereien und Raumdekorationen zu erwähnen, so die Ausgestaltung des Pallenberg-Saales des Kölner Kunstgewerbemuseums, für die Lechter auf der Pariser Weltausstellung 1900 geehrt wird, als auch die Gestaltung des Lumen-de-Lumine-Glasfensters für den Museumsneubau am Domplatz in Münster 1907, zu dessen Einweihung sein Schaffen erstmals zusammenfassend ausgestellt wird. Melchior Lechter stirbt am 08. 10. 1937 in Raron (Wallis).