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Nicolaus Knüpfer

Biografien
Nicolaus Knüpfer

*  1603 Leipzig
† 1655 Utrecht


Der Barockmaler Nicolaus Knüpfer kommt wahrscheinlich um 1603 und nach dem Zeugnis des Künstlerbiografen Sandrart in Leipzig zur Welt.
Sandrart berichtet auch, dass Nicolaus Knüpfer seine erste Ausbildung bei Emanuel Nyssen (Nys) empfängt, dies wohl ebenfalls in seiner Geburtsstadt. Nach einer wohl zweijährigen Lehrzeit bei Nyssen geht Nicolaus Knüpfer nach Magdeburg. Hier wirkt er bis etwa 1629.
1630 findet sich Nicolaus Knüpfer dann in Utrecht wieder. Hier arbeitet Nicolaus Knüpfer in der Werkstatt des Abraham Bloemaert, dessen Stil ihn nachhaltig beeinflusst. Auch der Utrechter Caravaggismus hinterlässt tiefe Spuren in den Malereien des Nicolaus Knupfer. Im Malerischen und in einer grundlegenden Tonigkeit zeigt sich hin und wieder auch der Einfluss des frühen Rembrandt. Nicht zuletzt können Elsheimer und Rubens als Stichwortgeber mancher Bildelemente benannt werden.
Nicolaus Knüpfer schafft ein vielseitiges und vielgestaltiges Oeuvre, das sich unterschiedlichen Bildtypen und stilistischen Einflüssen öffnet. Eine besondere und reizvolle Eigenheit seines Werkes ist die äußerst humorvolle Note vieler Malereien, die Nicolaus Knüpfer auch an seinen Schüler Jan Steen vermittelt.
In Utrecht lässt sich Nicolaus Knüpfer als Maler nieder, 1637 nimmt ihn die Malergilde dieser Stadt - mit dem Zusatz "Passant" - in ihre Reihen auf. Nicolaus Knüpfer kann nun auch Schüler ausbilden; genannt wird neben dem berühmten Jan Steen auch der Utrechter Ary de Vois. Zu Lebzeiten ist Nicolaus Knüpfer bald ein gefragter Maler, dessen Werke hoch bezahlt werden. Sein Ruf schallt sogar weit über die Landesgrenzen hinaus: 1649 beauftragt der König von Dänemark drei leider nicht erhaltene Bilder bei Nicolaus Knüpfer.
Nicolaus Knupfer, dessen Werke heute etwa im Pariser Louvre oder im Amsterdamer Rijksmuseum zu besichtigen sind, verstirbt 1655 in Utrecht.