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Otto Eckmann

Biografien
Otto Eckmann

*  1865 Hamburg
† 1902 Badenweiler


Otto Eckmann, Maler, Grafiker, Typograph und Entwerfer für Kunsthandwerk, ist einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Jugendstils. Otto Eckmann studiert an der Kunstgewerbeschule in Hamburg, danach Malerei an der Akademie der Künste in München. Bis 1894 arbeitet er als Maler, nicht ohne Erfolg mit seinen Landschaftsgemälden. Trotzdem wendet er sich nun ausschließlich dem Grafikdesign und dem Kunsthandwerk zu, insbesondere der Textilstickerei. Er folgt den progressiven Kunstströmungen des aufkommenden Jugendstils. Otto Eckmann ist der erste Jugendstil-Künstler, den der Großherzog Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt zu sich ruft. Er beauftragt Otto Eckmann 1893 - sieben Jahre vor der Gründung der Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe - mit der Ausstattung seines Arbeitskabinetts im Neuen Palais am Wilhelminenplatz. Ab 1895 beteiligt sich Otto Eckmann mit Illustrationen an den Zeitschriften "Pan" und "Jugend". Ab 1896 unterrichtet er an der Kunstgewerbeschule in Berlin und ist Professor für angewandte Kunst. Ebenso wie Peter Behrens arbeitet Otto Eckmann für die AEG (Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft), für die er Warenzeichen entwirft. Um 1900 gestaltet Otto Eckmann, wie auch Peter Behrens, eine eigene Jugendstil-Schrift. Die Eckmann-Schrift ist nahezu von revolutionärer Bedeutung für die Typographie. Als sogenannte Bastardschrift, weder Antiqua noch Fraktur verpflichtet, ist sie vom Schriftgestalter eigenwillig konstruiert - dies entspricht jedoch absolut dem zugrunde liegenden Formwillen des Jugendstils. Otto Eckmann gestaltet außerdem Plakate sowie Exlibris für den Leipziger Verleger E.A. Seemann. Für die Firma Villeroy & Boch gestaltet Otto Eckmann Keramikkacheln. 1902 stirbt er sehr jung mit 37 Jahren.