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Otto van Veen

Biografien
Otto van Veen

*  1556 Leiden
† 1629 Brüssel


Otto van Veen, bekannt auch unter latinisierten Formen seines Namens (Octavius Vaenius oder Otto Venius), ist als bedeutender Maler, Grafiker und Emblematiker des flämischen Manierismus und Frühbarock sowie als Lehrmeister des Peter Paul Rubens in die Kunstgeschichte eingegangen.
Zur Welt kommt Otto van Veen im Jahr 1556 in Leiden. Hier absolviert er auch seine erste Lehrzeit bei Isaac Claesz Swanenburgh (bis 1572). 1573 wechselt Otto van Veen in das Atelier von Dominique Lampsonius und Jean Ramey in Lüttich. Zwei Jahre darauf, 1575, bricht der junge Otto van Veen zu einer fünfjährigen Italienreise auf, die ihn mutmaßlich auch zu Federico Zuccari führt. Nach 1580 weilt Octavius Vaenius wohl zunächst in München, bevor er 1583 in die Dienste des Ernst von Bayern tritt. 1585 ist Otto Venius in Brüssel als Hofmaler des Statthalters Alessandro Farnese nachzuweisen.
1592 zieht es Otto van Veen nach Antwerpen. Die dortige Lukasgilde führt Octavius Vaenius 1593/94 als Meister und 1602 sogar als Dekan. In Antwerpen unterhält Otto Venius eine florierende Werkstatt, in der niemand Geringerer als Peter Paul Rubens seine Ausbildung erhält (Lehrling und Geselle 1596-1598). 1599 steigt Otto Venius zum "Maler des Erzherzogs" in den Diensten des Herzogspaares Albrecht und Isabella auf. Im Jahr 1615 verlegt Otto Venius seinen Wohnsitz nach Brüssel, wo er 1620 als Mitglied der Malergilde belegt ist.
In seinen frühen Malereien zwischen den beginnenden 1580er Jahren und der Übersiedlung nach Antwerpen (1592) zeigt sich Otto van Veen als ein Maler in der Tradition des niederländischen und römischen Manierismus. Die Antwerpener Schaffensphase bis 1613 ist von großen Altarkompositionen bestimmt, in denen der Übergang von italianisierendem Manierismus zu flämischem Frühbarock gelingt. Seltener tritt Otto Venius auch als exakter Porträtmaler in Erscheinung. Von herausragender Bedeutung für den frühen flämischen Barock ist Octavius Vaenius nicht zuletzt als Herausgeber großer Stichwerke und Emblembücher.
Otto van Veen verstirbt 1629 in Brüssel.