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Paolo Pagani



1655 Castello Valsolda
1716 Mailand

Ausgebildet in Venedig ist Paolo Pagani fast zeit seines Lebens in der Lagunenstadt und in Mailand als Historienmaler tätig. Mit seiner dynamischen Auffassung des bewegten nackten Körpers und seinen dramatischen Kompositionen vorwiegend alttestamentarischer Massenszenen setzt er neue Akzente in der in Traditionen erstarrten venezianischen Malerei des 17. und 18. Jahrhunderts, die u.a. im Werk Giambattista Piazzettas fortwirken. 1692 erhält Pagani vom Fürstbischof Karl von Liechtenstein den Auftrag, einen Saal seiner Residenz zu Kremsier in Mähren mit Fresken zu dekorieren, 1752 werden sie bei einem Brand zerstört. Auch die Kuppel- und Deckenmalerei in der Stiftskirche Wehlerad, für die der Künstler auch das Hochaltarbild entwirft, sind nicht mehr erhalten. Zu den wenigen gesicherten Arbeiten Paganis zählen das Deckengemälde in der Kirche seines Geburtsortes Castello Valsolda sowie eine Darstellung der Hl. Magdalena in der Gemäldegalerie in Dresden.

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