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Paul Bril

Biografien
Paul Bril

*  1553/54 wohl Breda
† 1626 Rom


Der Maler, Handzeichner und Radierer Paul Bril, der auch unter den Vornamen Paulus oder Paolo bekannt ist und dessen Nachname in zahlreichen Schreibweisen kursiert (Brill, Brilli, Brillo), zählt zu den einflussreichsten Landschaftsmalern des Frühbarock.
Zur Welt kommt Paul Bril (Paulus Brill) um 1553/54 in Breda oder Antwerpen. Paul Bril erfährt seine Ausbildung in Antwerpen, wohl bei seinem Vater und bei Damiaen Wortelmans. Im Alter von 14 Jahren soll Paul Bril seinen Lebensunterhalt durch die malerische Gestaltung von Cembalodeckeln verdienen.
Im Jahr 1574 oder 1576 reist Paul Bril in Richtung Rom ab, wo sein Bruder bereits weilt. Vor 1580 erreicht Paul Bril die Ewige Stadt. Hier ehelicht er 1592 Otavia Sbarra, die Tochter eines Goldschmieds, und wird einer der wichtigsten Landschaftsmaler seiner Epoche. In Neapel arbeitet Paul Bril entgegen anderer Nachrichten wahrscheinlich nie.
Paul Bril, der in Italien oft Paolo Brilli oder Paolo Brillo genannt wird, malt vor allem Waldstücke, Berglandschaften und Küstenansichten, die er oft mit Ruinen, Genreszenen oder historischer Staffage ausschmückt. Kabinettstücke auf Kupfer oder Leinwand entstehen ab den 1590er Jahren. Auch als Druckgrafiker und Handzeichner ist Paulus Brill von großer Bedeutung; und Paul Bril ist auch mit der Freskomalerei befasst.
Seine frühen Arbeiten, meist kleine und hoch verfeinerte Waldstücke, zeigen noch ganz flämischen Geschmack. Während der italienischen Jahre aber nimmt Paul Bril auch zunehmend Anregungen italienischer Landschaftskunst auf, insbesondere aus den klassizistischen und idealisierenden Werken des Annibale Carracci.
Paul Bril ist nicht nur in Rom ein überaus gefragter Maler, dessen Werke Höchstpreise erzielen. Kunsthändler aus Flandern exportieren seine Gemälde rege in die alte Heimat, so dass Paul Bril auch nördlich der Alpen die barocke Landschaftsmalerei befruchten kann.
Im Jahr 1626 verstirbt Paul Bril in seiner Wahlheimat Rom.