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Paul Troger

Biografien
Paul Troger

*  1698 Welsberg
† 1762 Wien


Paul Troger, der zu den wichtigsten Meistern österreichischer Barockmalerei zählt, kommt im Jahr 1698 in Welsberg, einem Ort im Pustertal, zur Welt. Seine erste Ausbildung erhält er aller Wahrscheinlichkeit nach in der Schule des Giuseppe Alberti.
Sein erster Förderer, der Gurker Fürstbischof Jakob Maximilian Graf Thun, unterstützt Paul Troger während eines mehrjährigen Italienaufenthaltes. 1722 führt Paul Troger sein Weg wohl nach Rom, wo er die antike Kunst ebenso wie die hoch- und spätbarocke Freskomalerei studiert. Danach reist Paul Troger nach Neapel zu Francesco Solimena, dessen sprechendes Chiaroscuro ihn nachhaltig fasziniert. In Bologna begeistert ihn der tonig glühende Kolorismus von Giuseppe Maria Crespi, in Venedig der malerisch-weiche Pinselstrich von Giovanni Battista Piazzetta. Aus diesen vielfältigen Anregungen kann Paul Troger einen eigenständigen und ausdrucksstarken spätbarocken Stil kreieren, der bis an die Schwelle des Frühklassizismus führt.
1725 kehrt Paul Troger zurück nach Österreich, wo er nach Aufenthalten in Gurk und Salzburg ab 1728 in Wien lebt und wirkt. Hier etabliert er sich rasch als Maler, führt zahlreiche große Aufträge aus und unterhält ein großes Atelier mit vielen Schülern. 1751 wird Paul Troger zudem als Professor an die Wiener Kunstakademie berufen, zwischen 1754 und 1757 fungiert er sogar als Akademierektor.
Das malerische Oeuvre des Paul Troger ist von illusionistischer Wandmalerei und expressiven, gestenreichen Tafelbildern dominiert. Insbesondere religiöse Sujets erfasst Paul Troger mit aussagekräftigen und kontrastreichen Licht- und Farbwirkungen auf tenebristischer Grundlage. In Österreich, Ungarn und Mähren führt Paul Troger zahlreiche kirchliche Aufträge aus.
Auch als Grafiker leistet Paul Troger Bedeutendes: Bekanntheit erlangen seine Radierungen, aber auch seine virtuosen Handzeichnungen in Feder oder Rötel, mit denen er Giovanni Battista Tiepolo nahesteht.
Paul Troger stirbt 1762 in Wien.