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Paul Verlaine

Biografien
Paul Verlaine



Paul Verlaine gehört zu den bedeutendsten französischen Lyrikern des 19. Jahrhunderts. 1844 in Metz geboren, verbrachte Paul Verlaine seine Jugendzeit nach zahlreichen Umzügen der Familie in Paris. Schon während der Schulzeit verfasste der Knabe seine ersten Gedichte, und auch während seines Jurastudiums sollte sich Paul Verlaine beständig der Lyrik widmen. Obgleich Paul Verlaine bis Anfang der 1870er Jahre gleichsam bürgerlichen Berufen bei der Versicherung und bei der Pariser Stadtverwaltung nachging, unterhielt er doch stets enge und fruchtbare Kontakte zu den Bohème-Kreisen, in denen auch die Pariser Schriftsteller verkehrten. Paul Verlaines weiteres Leben sollte allerdings rastlos und tragisch verlaufen, zählten doch Alkoholismus, die in einer fürchterlichen Gewalttat endende Liaison mit Arthur Rimbaud, Gefängnis und finanzielle Not zu den prägenden Schicksalsschlägen. Es fügte sich glücklich, dass die Zeitgenossen noch zu Lebzeiten die Bedeutung des Dichters Paul Verlaine erkannten und ihn in seinen letzten Lebensjahren mit zahlreichen Ehrungen würdigten.
Die Werke Paul Verlaines gelten als Meisterwerke des Symbolismus und als bedeutende Wegbereiter der modernen Lyrik. Während einerseits Charles Baudelaire als Stichwortgeber fassbar ist, übte auch die sogenannte "École parnassienne" in ihrer Abkehr von den Ideen der Romantik entscheidenden Einfluss auf Paul Verlaine aus. Entgegen positivistischer Tendenzen strebten die Symbolisten nach reiner Dichtkunst, die befreit war von jeglicher Beschreibungslyrik und die somit die formalen Mittel des Gedichtes als wahre Ausdrucksmittel begriff. Vor diesem Hintergrund bestechen Paul Verlaines Gedichte durch ihre Klanglichkeit, ihre Musikalität und ihre sprachliche Harmonie, die bisweilen den Inhalt gleichsam negiert. Dennoch ist einigen Gedichten ein autobiografischer Zug zu eigen, der sich mit Episoden wie dem Gefängnisaufenthalt und der damit verbundenen Religiosität oder mit Liebesbeziehungen in Verbindung bringen lässt. Zu den Höhepunkten der Dichtkunst Paul Verlaines gehören schließlich die "Fêtes Galantes", in denen sich der Dichter von den gleichnamigen Gemälden des Rokoko-Malers Antoine Watteau inspirieren ließ und diese in Worte umzusetzen suchte.