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Pieter Cornelisz. van Slingelandt

Biografien
Pieter Cornelisz. van Slingelandt

*  1640 Leiden
† 1691 Leiden


Der Maler, Grafiker und Miniaturist Pieter Cornelisz. van Slingelandt, ein wichtiger Vertreter der barocken Leidener Schule, wird im Jahr 1640 in Leiden getauft. Das überlieferte Geburtsdatum zeugt von einer früh entwickelten Begabung, denn seine ersten Porträts schafft Pieter Cornelisz. van Slingelandt bereits 1653 und 1656. Diese Arbeiten dürften wohl während der Lehrzeit des Pieter Cornelisz. van Slingeland bei Gerrit Dou, dem Großmeister der berühmten Leidener Feinmalerei, entstanden sein. Im Jahr 1661 ist die Ausbildung beendet, nun nimmt die Leidener Lukasgilde Pieter Cornelisz. van Slingelandt als freien Meister in ihre Reihen auf.
Pieter Cornelisz. van Slinghelandt verbringt sein Leben vollständig oder doch zumindest weitgehend in seiner Geburtsstadt, in der zu seiner Schaffenszeit die Kunst floriert. Die Bilder im Stil der Leidener Feinmalerei, kleinformatige Werke, ausgeführt mit größtem Fleiß in den Details, emailartig glatter Oberfläche und fein vertriebener Farbe, erfreuen sich großer Beliebtheit. Pieter Cornelisz. van Slingelandt etabliert sich als wichtiger Maler dieser Leidener Kunst in der Nachfolge von Gerrit Dou. Insbesondere widmet er sich Porträts und Genrestücken, die in kleinen Kabinettformaten und überaus sorgfältiger Ausführung noch zu seinen Lebzeiten begehrte Sammlerstücke werden. Auch einige Heiligendarstellungen, Stillleben und mythologische Sujets ergänzen das Oeuvre von Pieter Cornelisz. van Slingelant. Eine bei eher toniger Gesamtanlage kontrastierend betonte Farbigkeit und eine Stabilität in Formauffassung und Komposition kennzeichnen seinen Personalstil.
Pieter Cornelisz. van Slingelandt, der auch als Grafiker aktiv gewesen ist und dessen Werke ihre unmittelbaren Erfolge in Sammlerkreisen noch bis weit ins 18. Jahrhundert hinein behaupten können, ist offenbar auch unter den Künstlerkollegen in Leiden beliebt. Im Jahr 1691 wird Pieter Cornelisz. van Slingelandt zum Dekan der dortigen Malergilde gewählt. Noch im selben Jahr 1691 verstirbt er in seiner Vaterstadt Leiden.