Pietro Testa
1611 Lucca
1650 Rom
Das hervorstechende Charakteristikum der Radierkunst des Pietro Testa ist die ebenso virtuose wie zugleich leichte und beschwingte Führung der Radiernadel. Zu den bevorzugten Themen, denen sich Pietro Testa in seinen Radierungen annahm, gehören religiöse Szenen und mythologische Sujets. In den Radierungen gelang es Pietro Testa darüber hinaus meisterlich, ausdrucksstarke Lichtakzente zu setzen, um die Bilderzählung zu dramatisieren. Auch die vielfigurigen, überbordend gefüllten Blätter, darunter etwa die Folge der "Jahreszeiten" aus der ersten Hälfte der 1640er Jahre, bestechen durch ihre strukturierte und durchdachte Komposition. Häufig findet sich auch in den Radierungen ein Verweis auf die Heimatstadt des Künstlers, denn die verwendete Signatur lautet in der latinisierten Version "Petrus Testa Lucentinus".
Im zeichnerischen Oeuvre, das durch einen lockeren und sicheren Strich besticht, finden sich außerdem Figurenstudien und Kompositionsskizzen, die sich bisweilen mit den Radierungen und den Gemälden in Verbindung bringen lassen. Werke Pietro Testas, denen in ihrer Fülle, ihrem Detailreichtum und ihrer Virtuosität bis heute eine ungebrochene Faszinationskraft zu eigen ist, werden weltweit in den renommiertesten Sammlungen bewahrt.
Genelli, B.
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Dull, A.

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