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Ralph Gibson

Biografien
Ralph Gibson

*  1939 Los Angeles, Kalifornien

Ralph Gibson rechnet zu den wichtigsten US-amerikanischen Schwarz-Weiß- und Aktfotografen des 20. Jahrhunderts.

Der 1939 in Los Angeles geborene Ralph Gibson hatte zwischen 1956 und 1960 während seines Dienstes bei der US-Navy Fotografie studiert und vervollständigte seine Ausbildung Anfang der 1960er Jahre am San Francisco Art Institute; zu jener Zeit fungierte er auch als Assistent der berühmten Dokumentarfotografin Dorothea Lange. 1966 zog es den jungen Ralph Gibson nach New York, wo er den Verlag "Lustrum Press" gründete, der auch seine eigenen Fotobuch-Werke publizierte. In den späteren 1960er Jahren arbeitete Ralph Gibson mit dem großen Robert Frank zusammen und unterstützte diesen bei den Filmprojekten "Me an My Brother" und "Conversations in Vermont".

Charakteristisch für das fotografische Oeuvre von Ralph Gibson, das im Frühwerk surrealen Tendenzen nahe steht, sind die Verwendung von Schwarz-Weiß-Fotografie und ein
besonders feinsinniger Umgang mit den kontrastreichen Werten von Licht und Schatten. Häufig wählt er Close-Ups und starke Motivanschnitte, die wesentlich zur künstlerischen Verfremdung beitragen und den Aufnahmen einen hohen ästhetischen Wert verleihen. Der weibliche Körper ist Leitmotiv in Ralph Gibsons Oeuvre, auch Verweise auf berühmte Zeugnisse der Kunst-, Film- und Literaturgeschichte finden sich in seinen Fotografien.

Der viel geehrte Ralph Gibson, der unter anderem mit dem "Lucie Award" (2007), der Ehrendoktorwürde der University of Maryland (1991) und dem Preis der Photographic Society of Japan (1989) ausgezeichnet wurde, ist in zahlreichen bedeutenden internationalen Sammlungen repräsentiert, darunter das Museum of Modern Art in New York, das Yokohama Museum in Japan, das Stedelijk Museum in Amsterdam, das Museum Ludwig in Köln und das Fotografiska Museet in Stockholm.