Ketterer Kunst Logo

Detailsuche

Das internationale Auktionshaus für den Kauf und Verkauf von
Richard Long

Biografien
Richard Long

*  1945 Bristol

Als der "romantische Wanderer" der Land Art hat der Engländer Richard Long weltweiten Ruhm geerntet.
Geboren wurde Richard Long 1945 in Bristol, wo er von 1962 bis 1965 ein Studium am West of England College of Art absolvierte. Danach wechselte Richard Long für zwei Jahre (1966-1968) an die Londoner St. Martin's School of Art.
Auf der Suche nach einer erweiterten Definition der Gattung "Skulptur" gelangte Richard Long ab 1967 zu seinen lyrischen Land Art-Arbeiten, die sich von den oft monumental-heroischen Landschaftsveränderungen seiner US-amerikanischen Kollegen in ihrer leisen Zurückhaltung und Sanftheit deutlich abheben. Dies zeigt etwa eines seiner ersten Werke, die noch während des Studiums entstandene Arbeit "A Line Made by Walking": Nur minimal war hier der rasch vergängliche Eingriff in die Natur, als Richard Long durch seine Schritte eine Linie ins Gras trat und das Ergebnis fotografisch fixierte.
Die Spur in der Landschaft ist ein Schlüsselthema Richard Longs, das er auch auf seinen großen Wanderungen durch England, Irland, Australien, den Himalaja, die Anden oder die Sahara verfolgte. Währenddessen schuf Richard Long in der freien Natur aus aufgefundenen Materialien feinfühlige, unprätentiöse Skulpturen in oft geometrischen Strukturen, etwa Steinkreise oder Spiralformen aus Algen. Später stellte Richard Long Markierungen, Wandarbeiten mit Schlamm und Ähnliches auch für Ausstellungen und Museen her.
Wichtigstes dauerhaftes Medium der rasch vergänglichen Land Art von Richard Long ist die Fotografie, ferner dienen Künstlerbücher, Zeichnungen, Texte, Landkarten und Diagramme der künstlerisch eigenwertigen Dokumentation.
Richard Long lebt und arbeitet in seiner Geburtsstadt Bristol.
Richard Long, der zweifache documenta-Teilnehmer, vertrat Großbritannien 1976 auf der Venezianischen Biennale und wurde bereits mit zahlreichen internationalen Einzelausstellungen geehrt, darunter 1986 eine große Schau im New Yorker Guggenheim Museum. 1989 wurde Richard Long der renommierte Turner Prize verliehen.