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Robert Capa

Biografien
Robert Capa

*  1913 Budapest
† 1954 Thai-Binh, Vietnam


Der gebürtige Ungar Robert Capa (eigentlich: André Friedmann, ab 1936 Pseudonym Robert Capa) hat als engagierter und eindringlicher Fotojournalist Geschichte geschrieben und nimmt unter den wichtigsten dokumentarischen Fotografen des 20. Jahrhunderts einen der ersten Ränge ein.

Robert Capa, 1913 in Budapest geboren, befasste sich ab 1930 autodidaktisch mit der Fotografie. Aufgrund seines politischen Engagements wurde er 1931 aus seinem Heimatland ausgewiesen; zunächst verschlug es ihn nach Berlin, wo er Politologie studierte und als Fotolaborant bei Ullstein sowie als Fotoassistent beim "Deutschen Photodienst" tätig war.
Der Jude Robert Capa war jedoch schon 1933 gezwungen, Deutschland wieder zu verlassen, und floh nach Paris. Dort knüpfte er Freundschaften mit den bedeutenden Fotografen André Kertész, David Seymour und Henri Cartier-Bresson und lernte seine Gefährtin, die Fotografin Gerda Taro, kennen, die 1937 beim gemeinsamen Reportageeinsatz im spanischen Bürgerkrieg getötet wurde. Ihr widmete Robert Capa 1938 den Band "Death in the Making" mit den Aufnahmen des Paares aus dem Bürgerkrieg.

Das Oeuvre von Robert Capa ist maßgeblich von seinen fotografischen (Anti-)Kriegsberichterstattungen geprägt. Ebenfalls während des spanischen Bürgerkriegs entstand seine wohl berühmteste Aufnahme, "A spanish soldier the instant he is dropped by a bullet...", die 1937 in verschiedenen Zeitschriften publiziert wurde. Während des Zweiten Weltkrieges war Robert Capa, mittlerweile nach New York emigriert, ebenfalls als Kriegsfotograf tätig. Nach Kriegsende, 1947, gründete er gemeinsam mit Henri Cartier-Bresson, David Seymour und George Rodger die berühmte Fotoagentur "Magnum". Eindringliche Bücher ("A Russian Journal", 1948) und Fotoreportagen ("Report on Israel", 1950) entstanden.

Robert Capas Fotografien, die jenseits ihres dokumentarischen Wertes sensibel und eindringlich den "entscheidenden Augenblick" (Cartier-Bresson) einfangen, sind keine kriegsverherrlichenden Triumphbilder, sondern zeitlose und bewegende Manifeste für Freiheit, Menschlichkeit und Frieden.
Der vielzitierte Leitsatz Robert Capas, "if your pictures aren't good enough, you're not close enough", der die psychische - und physische - Nähe des Fotografen zu seinem Objekt einfordert, wurde ihm 1954 zum Verhängnis: Erst 41jährig wurde Robert Capa von einer Miene getötet.
Das International Center of Photography in New York, gegründet von Robert Capas Bruder, verwahrt einen Großteil des vielgeehrten Oeuvres.