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Robert Morris

Biografien
Robert Morris

*  1931 Kansas City

Der vielfältige Robert Morris, Schlüsselfigur der Minimal Art, abstrakter ebenso wie figurativer Maler und Grafiker sowie renommierter Aktions-, Prozess-, Konzept- und Land Art-Künstler, rechnet zu den berühmtesten Vertretern der Nachkriegskunst.
1931 kam Robert Morris in Kansas City / Missouri zur Welt. An der University of Kansas City studierte Robert Morris zunächst Ingenieurwissenschaften, seine Ausbildung zum Künstler absolvierte er am Kansas City Art Institute (1948-1950), an der California School of Fine Arts in San Francisco (1951) und, unterbrochen von seinem Einsatz als Soldat in Korea, am Reed College in Oregon (1953-1955).
Zurück in San Francisco war Robert Morris in den Bereichen Improvisationstheater und Film aktiv und schuf erste Gemälde. 1961 übersiedelte Robert Morris nach New York, wo er sich zunächst neo-dadaistischen Skulpturen widmete (Mixed Media, Bleireliefs) und nebenbei noch Kunstgeschichte am Hunter College studierte, wohin er später als Lehrender zurückkehren sollte. 1963 beendete Robert Morris sein Studium mit einer Arbeit über Constantin Brancusi.
Der Stil von Robert Morris wandelte sich in den 1960er Jahren zur abstrakt-geometrischen Minimal Art, nun schuf er Skulpturen bevorzugt aus bemaltem Sperrholz, Fiberglas, Metall und ab 1967 auch aus weich fallendem Filz. Später traten großformatige Monumentalskulpturen und Land Art-Projekte hinzu. Auch als Vertreter der Prozesskunst wurde Robert Morris bekannt, wenn er beispielsweise im "Continuous Project Altered Daily" von 1969 ein Arrangement aus verschiedenen Materialien immer wieder veränderte. Das Oeuvre von Robert Morris ergänzen nicht zuletzt bedeutende figurative Malereien, die seit 1983 entstanden, Enkaustik-Arbeiten, Zeichnungen (etwa "Blind Time", 1973 und "Investigations-Zeichnungen", 1990) und Radierungen (ab 1988).
Robert Morris, der zweifelsfrei zu den facettenreichsten Künstlern der Nachkriegszeit rechnet, lebt und arbeitet in New York. Werke von Robert Morris finden sich in zahlreichen renommierten internationalen Museen wie der Kunsthalle Hamburg, dem MACBA Barcelona, dem Museum of Modern Art in New York und der Tate Gallery in London.