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Robert Musil

Biografien
Robert Musil



Unter den bedeutendsten Essayisten, Dramatikern und Erzählern des 20. Jahrhunderts nimmt der österreichische Schriftsteller Robert Musil einen der vordersten Ränge ein. 1880 in Klagenfurt geboren, verlegte sich Robert Musil zunächst auf eine militärische, sodann auf eine ingenieurstechnische Karriere, ehe er jedoch ab 1903 in Berlin ein Studium der Philosophie aufnahm, das er mit der Promotion abschloss. Schon in seiner Studienzeit veröffentlichte Robert Musil seinen ersten Roman, "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" (1906), der bis heute zu seinen wichtigsten Schriften gehört und der auch unter den Zeitgenossen auf breite Resonanz stieß. Doch erst in den 1920er Jahren - Robert Musil hatte bisher unter anderem in einer Bibliothek und bei der Zeitung gearbeitet und war in den Ersten Weltkrieg gezogen - wagte er sich hauptberuflich in die schriftstellerische Laufbahn. Seit den 1930er Jahren arbeitete Robert Musil an seinem unvollendet gebliebenen mehrbändigen Meisterwerk "Der Mann ohne Eigenschaften". Wie schon die Erzählung vom "Zögling Törleß" behandelt auch dieser Roman das Thema der Identitätsfindung in all seinen Facetten. Zu den Schriftwerken Robert Musils gehören ferner Bühnenstücke, unter anderem "Die Schwärmer" (1921), daneben finden sich auch mehrere wissenschaftliche Veröffentlichungen zu den Themen Philosophie und Ingenieurstechnik.
Bereits zu Lebzeiten wurden Robert Musil viele Preise und Ehrungen zuteil, er erhielt unter anderem im Jahr 1923 den Kleist-Preis. Nach der erfolgreichen Zeit der 1920er Jahre sollten Robert Musils Werke im Nationalsozialismus verboten werden, weshalb sich der Schriftsteller im Jahr 1938 zusammen mit seiner Frau zur Emigration über Italien in die Schweiz entschloss, wo er, krank und bedürftig, im Jahr 1942 verstarb. Eine Renaissance seiner Werke sollte erst in den 1950er Jahren einsetzen, die maßgeblich durch den Verleger Adolf Frisé angestoßen wurde. Bis heute sind Ruhm und Faszinationskraft seiner Werke ungebrochen.