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Rudolf Höckner

Biografien
Rudolf Höckner

*  1864 Hilmersdorf
† 1942 Bad Mergentheim


Geboren wird Rudolf Höckner im Jahre 1864 auf dem Rittergut Hilmersdorf bei Wolkenstein im Erzgebirge. Nach dem Tod des Vaters zieht die Mutter mit ihren fünf Kindern 1872 nach Freiberg und wenige Jahre später nach Leipzig. Künstlerische Anregungen erhielt Höckner vor allem durch die Mutter und einen Lehrer, der ihn französische Stiche kopieren ließ. Im Anschluss an sein Abitur 1883 geht Höckner zunächst nach München, wo er dem Maler Charles Palmié begegnet. Das Studium der Theologie nimmt er 1885 in Tübingen auf und schließt ein weiteres Semester in Leipzig an. Bereits ein Jahr später wird Rudolf Höckner an der Großherzoglichen Sächsischen Kunstschule zu Weimar, wo auch Christian Rohlfs studierte, als Schüler Theodor Hagens aufgenommen. Nach Abschluss des Studiums und mit besonderer Auszeichnung im Fach Landschaftsmalerei verlässt er die Schule 1890. Oldenburg, Italien, Weimar, München und Flensburg sind Rudolf Höckners Stationen der folgenden Jahre. 1891 heiratet er Brigitte Ebsen. Aus wirtschaftlichen Gründen ist er 1895 gezwungen, neben seiner künstlerischen Tätigkeit als Mitarbeiter der Nord-Ostsee-Zeitung in Kiel zu arbeiten. 1905 siedelt Höckner nach Hamburg über, um eine Stelle als Redakteur bei den Hamburger Nachrichten anzunehmen. Seit dem Jahr 1907 lebt er als freischaffender Künstler in Hamburg und zieht 1915 nach Wedel, wo ihm 1939 anlässlich seines 75. Geburtstages das Ehrenbürgerrecht verliehen wird. Nach dem Tod seiner Frau 1941 verlässt Höckner Wedel und stirbt ein Jahr darauf in Bad Mergentheim a.d. Tauber. Rudolf Höckner malte meist kleinformatige, dunkelgehaltene Landschaften mit Motiven aus Niendorf und der Hamburger Umgebung. "Immer geht es um feine Farbton- und Lichtabstimmungen, um das Nachspüren atmosphärischer Nuancen, um das Umsetzen von Formen in Farb- und Lichtwerte ohne feste Konturen." (zit. nach: Gerhard Kaufmann, Rudolf Höckner, in: R.H. Der Maler der Stille, hrsg. von der Galerie Herold, 1995, S. 12)