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Sebastian Brant

Biografien
Sebastian Brant

*  1447 Straßburg
† 1521 Straßburg


Der Humanist und Dichter Sebastian Brant wird um 1458 in Straßburg geboren. Sein Hauptwerk das "Narrenschiffs" ist eines der populärsten Bücher des 16. Jahrhunderts. Brant studiert ab 1475 an der Universität Basel Jura, darüber hinaus klassische Sprachen. Anschließend promovierrt er 1489 und wird später 1496 als Professor an der Universität Basel beschäftigt. 1492 wird er zum Dekan der Juristischen Fakultät ernannt. Als Basel 1499 aus dem Deutschen Reich ausscheidet und der Schweizer Eidgenossenschaft beitritt, gibt Brant seine Lehrtätigkeit als Professor auf. Neben seinem Hauptwerk veröffentlicht er Flugblätter und Moralschriften. 1494 erscheint sein Werk das "Narrenschiffs", es wird mehrmals gedruckt, umgearbeitet und erneut in latainischer, französischer, englischer und niederländischer Sprache verfasst und veröffentlicht. Das Werk wird zu einem europaweiten Bestseller, die 113 Abhandlungen über menschliche Laster, Schwächen und Torheiten, illustriert mit über 100 Holzschnitten, trugen aufgrund der volkstümlichen und realistischen Darstellung zu diesem großartigen Erfolg bei. Der Dichter Sebastian Brant wird dadurch zum bekanntesten Vertreter der Narrenliteratur. Er kehrt 1501 nach Straßburg zurück. Dort wird er Rechtskonsulent und 1503 zum obersten städtischen Beamten, dem Stadtschreiber ernannt. Darauf wird Brant zum kaiserlichen Rat und zum Beisitzer des Hofgerichts in Speyer durch den deutschen Kaiser Maximilian I. berufen und spielt eine bedeutende Rolle in der Rechtsgeschichte als Verfasser einiger kleinerer Traktate. Sebastian Brant ist Herausgeber zweier bedeutender Bücher, 1509 den "Laienspiegel" und 1516 den "Klangspiegel". Er stirbt 1521 in Straßburg.