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Shozo Shimamoto

Biografien
Shozo Shimamoto

*  1928 Osaka (Japan)
† 2013 Osaka


Shozo Shimamoto, die Ikone des japanischen Action Painting, kommt im Jahr 1928 im japanischen Osaka zur Welt. Schon in Jugendjahren wächst Shozo Shimamotos Interesse für die Kunst, 1947 tritt er ins Atelier von Jiro Yoshihara ein. Parallel dazu studiert Shozo Shimamoto an der Kansai Gakuin University, wo er 1950 seinen Abschluss macht.
1954 wird ein Schlüsseljahr für Shozo Shimamoto und für die japanische Avantgarde: Der junge Künstler gründet gemeinsam mit dem Lehrmeister Yoshihara und dessen anderen Schülern wie Kanayama Akira, Murakami Saburo and Shiraga Kazuo die "Gutai"-Gruppe, die international als eine der bedeutendsten Bewegungen der Nachkriegsabstraktion gilt. "Gutai" kommt rasch auch außerhalb Japans zu Ansehen, und schon 1955 werden erste Kontakte zu "ZERO" geknüpft.
Shozo Shimamoto prägt die "Gutai"-Bewegung mit seinen experimentellen, avantgardistischen Werken, die in den Kontext von Action Painting und Happening zu stellen sind und auch die Kunst des Westens nachhaltig beeinflussen. Schon 1956 legt er erstmals mit Farbe gefüllte Beutel oder Flaschen auf den Malgrund und zerstört diese mit Kanonenschüssen oder Steinwürfen, um so "Zufallsbilder" von geradezu urtümlicher Kraftentfaltung zu erhalten.
Shozo Shimamotos Kunst ist durch und durch aktionistisch - beispielsweise entstehen auch Werke, indem der Künstler Farbe aus einem fliegenden Hubschrauber auf große Leinwände schüttet. Die kraftvollen Schaffensprozesse werden oft auch musikalisch begleitet - mit diesen Ideen kann Shozo Shimamoto "Fluxus" die Richtung weisen. Auch die Mail Art nimmt Shozo Shimamoto in seiner Kunst vorweg.
Shozo Shimamoto wird spätestens durch die Teilnahme der "Gutai"-Gruppe an der Venezianischen Biennale von 1993 eine internationale Berühmtheit der Kunstszene. Dies beweist nicht zuletzt eine Ausstellung aus dem Jahr 1998 im Museum of Contemporary Art in Los Angeles: Hier wird Shozo Shimamoto neben Jackson Pollock, Lucio Fontana und John Cage als einer der vier bedeutendsten Künstler der Nachkriegsära präsentiert.
Shozo Shimamoto, der 1996 unter den Nominierten für den Friedensnobelpreis zu finden ist, verstirbt 2013 im Alter von 85 Jahren in der Nähe seiner Geburtsstadt.