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Steven Parrino

Biografien
Steven Parrino

*  1958 New York
† 2005 New York


Steven Parrino, ein wegweisender Vertreter der postkonzeptuellen Malerei, kommt im Jahr 1958 in New York zur Welt. Seine Ausbildung absolviert er am Farmingdale State College und an der Parsons The New School for Design, wo er 1982 den Bachelor of Fine Arts ablegt.
Noch zu Studienzeiten beginnt Steven Parrino die Arbeit an seinem berühmtesten Werkkomplex: Er schafft monochrome Farbflächenbilder, meist mit schwarzer oder silberner Lackfarbe. Es sind die Farben der Harley-Davidson-Motorräder, denn Parrino ist fester Teil der New Yorker Bikerszene. Damit aber nicht genug: Die bemalten Leinwände nimmt Steven Parrino vom Rahmen, zerrt, dreht und knautscht sie, zerschneidet und verklebt sie sogar. In Weiterführung der "shaped canvases" von Frank Stella entstehen so Werke zwischen Objektkunst, Performance und Malerei, die Steven Parrino "misshaped paintings" nennt. Deren Formensprache bringt er auch in Metallskulpturen zur Wirkung. Außerdem arbeitet Steven Parrino in der Gattung des Environment und zeigt in seinen Zeichnungen und Collagen seine tiefe Verankerung in der Pop- und Subkultur. In der New Yorker Szene der 1980er und 1990er Jahre ist Steven Parrino eine Schlüsselfigur, an der Künstler wie Cady Noland oder Banks Violette sich orientieren können.
Die außergewöhnlichen Werke von Steven Parrino sind seit den 1980er Jahren in zahlreichen internationalen Einzelausstellungen zu sehen. Hervorzuheben sind zwei umfassende Museumsretrospektiven, die 2006 im Musée d'art moderne et contemporain in Genf und 2007 im Pariser Palais de Tokyo ausgerichtet werden.
Steven Parrino verstirbt im Jahr 2005 im Alter von 46 Jahren bei einem Motorradunfall in New York.