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Theodoros Stamos

Biografien
Theodoros Stamos

*  1922 New York
† 1997 Ioannina (Griechenland)


Theodoros Stamos, der zur ersten Generation der Abstrakten Expressionisten gehört, wird im Jahr 1922 in New York geboren. Der Sohn griechischer Einwanderer kann schon ab 1936 dank eines Stipendiums an der American Artist School seiner Geburtsstadt studieren. Er lernt bis 1939 Bildhauerei bei Simon Kennedy und Joseph Konzal.
Danach verlegt sich der gerade einmal 17 Jahre alte Künstler auf die Malerei, und schon in den 1940er Jahren kommt er in Kontakt mit der Kunstszene; er begegnet Arshile Gorky, Adolph Gottlieb und Barnett Newman. 1943 kann der mittlerweile 20-jährige Theodoros Stamos seine erste Einzelausstellung bespielen (New York, Wakefield Gallery), und am Ende des Jahrzehnts hat der junge Grieche sich vollständig als Künstler des Abstrakten Expressionismus etabliert.
Theodoros Stamos pflegt eine mystische, ausdrucksstarke Farbfeldmalerei mit Anklängen an asiatische Religiosität und die Natur, aber auch an die Kunst der sogenannten primitiven Völker und an den Surrealismus. In ihrer Tiefe, atmosphärischen Wirkung und Subtilität können die Werke von Theodoros Stamos den Arbeiten von Künstlern wie Mark Rothko oder Barnett Newman zur Seite gestellt werden. Theodoros Stamos wird auch als einer der Nachlassverwalter Mark Rothkos eingesetzt und gerät später in die Schlagzeilen, weil er mit dessen Erben in Rechtsstreit steht.
Theodoros Stamos, der 1956 mit dem National Institute of Arts and Letters Award und 1959 mit dem Brandeis University Creative Arts Award geehrt wird, tritt ab 1950 auch als Lehrer auf. Er unterrichtet zunächst vier Jahre am Black Mountain College in Asheville und ab 1955 für zwei Jahrzehnte an der New Yorker Art Students League. Im Jahr 1977 gibt Theodoros Stamos diesen Beruf auf und zieht es vor, seine Werke fortan während umfassender Reisen zu malen.
Heute sind Malereien und Papierarbeiten von Theodoros Stamos in Museen wie dem Tucson Museum of Art in Arizona, dem New Yorker Whitney Museum of Art und dem dortigen Guggenheim Museum zu besichtigen. Im Jahr 1997 verstirbt Theodoros Stamos im griechischen Ioannina.