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Tilla Durieux

Biografien
Tilla Durieux

*  1880 Wien
† 1971 Berlin


Tilla Durieux wird am 18. 08. 1880 als Ottilie Godeffroy in Wien geboren, wo sie später die Schauspielschule besucht. Nach ihrem Debüt 1902 im mährischen Olmütz und kleineren Engagements in Stuttgart und Breslau geht sie 1903 nach Berlin, wo sie bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 an allen renommierten Bühnen der Stadt, u. a. unter der Regie von Max Reinhardt und Erwin Piscator, spielt. 1933 verlässt sie gemeinsam mit ihrem jüdischen Ehemann Deutschland und siedelt mit ihm zunächst in die Schweiz über, von wo sie 1937 nach Jugoslawien gehen. Neben Gastspielen an verschiedenen europäischen Bühnen beginnt Tilla Durieux im jugoslawischen Exil mit der Niederschrift ihrer Lebenserinnerungen, die nach ihrer Rückkehr in die Bundesrepublik Deutschland 1952 unter dem Titel "Eine Tür steht offen" erscheinen. In der Bundesrepublik spielt sie bis kurz vor ihrem Tod am 21. 02. 1971 in Berlin noch in zahlreichen Theaterrollen, Filmen sowie Fernseh- und Hörspielen mit, für die sie zahlreiche Ehrungen erhält. So wird Tilla Durieux 1960 das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, 1961 das Filmband in Gold für "Verdienste in und um den deutschen Film" sowie 1965 den Bundesfilmpreis verliehen. Darüber hinaus wird sie 1959 zum Ehrenmitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und 1963 in Berlin zur Staatsschauspielerin ernannt. Neben ihrer schauspielerischen Tätigkeit verfasst Tilla Durieux auch eine Reihe literarischer Werke, u. a. den Roman "Eine Tür fällt ins Schloss" sowie das Drama "Zagreb 1945", das 1946 in Luzern uraufgeführt wird.