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Toni Stadler

Biografien
Toni Stadler

*  1888 München
† 1982 München


Toni Stadler wird am 5. September 1888 in München geboren. Sein Vater, der aus Österreich stammende Anton von Stadler (genannt Toni), ist Landschaftsmaler und 1893 Mitbegründer der Münchener Sezession. Sein Sohn wird von ihm folglich schon früh zur Kunst angeleitet, bevor er 1906 in die Kunstgewerbeschule München eintritt. 1909 geht Toni Stadler nach Berlin ins Atelier von August Gaul, wo er plastische Tierstudien anfertigt und Kontakt zum Kreis um Max Liebermann und Paul Cassirer bekommt. Zurück in München arbeitet Stadler ab 1911 zunächst frei, wird 1914-18 aber zum Kriegsdienst eingezogen. Bei seiner Rückkehr geht er an die Münchener Akademie der Bildenden Künste in den Unterricht von Hermann Hahn. 1925 heiratet er Hedda von Kaulbach, bevor er für zwei Jahre nach Paris geht, wo er insbesondere von Aristide Maillol lernt. Aber auch die antike Plastik der Ägypter, Etrusker und Griechen beeindruckt Stadler sehr. Nach seiner Rückkehr nach München 1927 widmet er sich vor allem der Kleinplastik und Porträtköpfen. 1934 gewinnt Stadler den Rom-Preis der Preußischen Akademie der Künste, im Jahr darauf ist er zusammen mit Gerhard Mack zu Gast in der Villa Massimo in Rom. Stadler ist tief beeindruckt vom Aufenthalt in Italien und kehrt 1938, ausgestattet mit dem Villa-Romana-Preis der Preußischen Akademie, zurück - diesmal nach Florenz. Dort trifft der Künstler Hans Purrmann, mit dem er sich anfreundet. Gemeinsam reisen beide nach Griechenland. Stadler kehrt aber bald nach München zurück und nimmt 1942 eine Professur an der Städelschule in Frankfurt am Main an. 1946 wechselt er an die Akademie der Bildenden Künste in München, wo er bis 1958 die Bildhauerklasse leitet. In diesem Jahr erhält Stadler noch einmal den Villa-Romana Preis und reist nach Florenz. Neben Bronzen und Terrakotten entstehen in dieser Zeit auch Zeichnungen und Druckgrafik. 1961 wird Toni Stadler als Ehrengast in die Villa Massimo nach Rom eingeladen, wohin er gerne zurückkehrt. Beeinflusst von der Begegnung mit den Arbeiten Marino Marinis und Henri Laurens gestaltet der Künstler seine späten Plastiken als Gebilde zwischen Gefäßform und menschlicher Figur. Seit den 1950er Jahren werden Stadler eine Vielzahl von Orden, Preisen und Ehrenmitgliedschaften in Künstlervereinigungen zuteil. 1964 wird ihm das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Am 5. April 1982 stirbt Toni Stadler hoch betagt in München.