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Vito Acconci

Biografien
Vito Acconci

*  1940 Bronx/New York

Vito Acconci rechnet zu den bedeutendsten Vertretern der US-amerikanischen Aktionskunst.
Geboren wurde Vito (Hannibal) Acconci 1940 in der Bronx von New York. Er studierte zunächst Literatur am Holy Cross College und wechselte dann an die University of Iowa. 28jährig nahm er 1968 eine Dozentur an der New Yorker School of Visual Arts an, die er bis 1971 innehatte.
Als Künstler trat Vito Acconci zunächst als Literat auf, bevor er sich um 1970 auf die Aktionskunst verlegte. Insbesondere als Großmeister der Body Art sollte sich Vito Acconci rasch einen Namen machen. Bei dieser Sonderform der Aktionskunst steht der menschliche Körper - nicht selten, wie auch im Falle von Vito Acconci, der eigene - im Zentrum. Thematisch kreist die Aktions- und Körperkunst Vito Acconcis um das Schaffen von Kunst und die Befragung des Selbst. In seinem Werk "Fall" (1969) behandelte Vito Acconci beispielsweise seinen eigenen Sturz, in "Trademarks" (1970) fügte er sich selbst Bisswunden zu und färbte diese ein. "Seedbed" (1972) bestand aus seiner öffentlichen Onanie vor dem Publikum der Sonnabend Gallery in New York. Gelegentlich berührt Vito Acconci mit seinen Aktionen, die er als Fotografien oder Videos festhält und so als Kunstwerke fixiert, auch die Concept Art.
Mit den mittleren 1970er Jahren begann eine stärkere Außenorientierung in der Kunst von Vito Acconci, die unter anderem in Skulpturen und Installationen zu den Leitmotiven "Öffentlich und Privat" ("Public Space for a Private Time") ihren Ausdruck fand. In jüngerer Zeit widmete sich Vito Acconci insbesondere architektonischen Aufgaben ("Making Public"-Storefront, New York 1993).
Vito Acconci lebt und arbeitet in New York.
Unter den zahlreichen Einzelausstellungen seiner Werke ist zuletzt etwa die Schau "Vito Acconci: Le Corps comme sculpture - vidéo-performances" im Pariser Musée Rodin zu benennen. Arbeiten von Vito Acconci werden zudem weltweit in vielen renommierten Museen und öffentlichen Sammlungen präsentiert, darunter das Centre Pompidou in Paris, die Galleria d'Arte Moderna in Turin, das Kunsthaus Zürich, das Los Angeles County Museum of Art, das MAK Wien, die National Gallery of Canada in Ottawa und das SMAK Gent.