Waldemar Grzimek
1918 Rastenburg/Ostpreußen
1984 Berlin
Im Jahre 1941 folgt die Einberufung in den Kriegsdienst bei der Reichsmarine. Durch den Gewinn des "Rompreises" folgt im Jahre 1942 ein Studienaufenthalt in der Villa Massimo in Rom. Zurück in Berlin erhält Grzimek in den Jahren 1946 bis 1948 auf Vermittlung von Gerhard Marcks die Lehranstellung für Tier- und Portraitplastiken an der Bildhauerklasse der "Kunstschule Burg Giebichenstein" und wird 1947 Mitglied der Künstlergemeinschaft "Die Fähre" in Halle an der Saale. Weiterhin nimmt der Bildhauer 1948 bis 1951 eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin Charlottenburg an. Als freischaffender Künstler mit Wohnsitz in West-Berlin wird Grzimek 1952 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler in Deutschland und unternimmt im selben Jahr gemeinsam mit René Graetz (1908 - 74), Fritz Cremer, Gustav Seitz und Ruthild Hahne (1910 - 2001) eine Studienreise in die Sowjetunion. 1954 bis 1958 übernimmt der Bildhauer die Leitung des Bezirksverbandes des Verbandes Bildender Künstler Deutschlands und 1957 eine Professur an der Hochschule für bildende und Angewandte Kunst in Berlin-Weißensee.
Anlässlich des 100. Todestages von Heinrich Heine (1797 - 1856) erhält Grzimek zu Beginn der 50er Jahre den Auftrag zur Ausführung eines Heine-Denkmals, dessen drei Fassungen sich heute in Ludwigsfelde und in Berlin (Weinbergspark und Humboldt-Universität) befinden. Im Jahre 1959 bekommt der Bildhauer den "Nationalpreis der DDR". In den seit Mitte der 60er Jahre entstehenden Figurengruppen setzt sich der Bildhauer in seinen Werken intensiv mit dem Nationalsozialismus auseinander. So entsteht 1955/56 in Zusammenarbeit mit Gaetz und Kies die Mahn- und Gedenkstätte Buchenwald und 1959/60 die Figurengruppe für die nationale Mahn- und Gedenkstätte des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Im Jahre 1961 siedelt Grzimek nach Friedrichshafen am Bodensee zu seinen Eltern über. 1966 entsteht in Zusammenarbeit mit Hubert Schiefelbein und Karl-Heinz Schamal die relieffierte Betongussfassade des "Kino International" in der Karl-Marx-Allee (Berlin). Der Bildhauer nimmt ab 1968 den Lehrstuhl für Plastisches Gestalten an der Technischen Hochschule in Darmstadt an.
In den 70er Jahren widmet sich der Künstler mehreren kunsthistorischen Publikationen, darunter "Deutsche Bildhauer des 20. Jahrhunderts" (1969), "Die plastischen Elemente der Stadt" (1974), "Die Deutsche Stuckplastik 800 bis 1300" (1974) und "Das klassische Berlin. Die Berliner Bildhauerschule im neunzehnten Jahrhundert" (1978). Seit 1971 ist er Mitglied der "Darmstädter Sezession". Zwischen 1972 und 1977 gestaltet Grzimek das Südportal der Klosterkirche "Unserer Lieben Frau" in Magdeburg. Im Jahre 1981 erhält der Bildhauer den Ersten Preis im Wettbewerb "Brunnen am Wittenbergplatz". Die Ausführung der Bronze- und Granitgruppe erfolgt 1981 bis 1985 gemeinsam mit dem Architekten Wolfgang Schuster, Hartmut Bonk, Fee Franck und Christian Höpfner. 1984 gewinnt der Künstler den Bremer Bildhauerpreis.
Waldemar Grzimek stirbt am 26. Mai 1984 in Berlin. Bestattet wird der Künstler auf dem Berliner Friedhof Dahlem. Zum 80. Geburtstag des Bildhauers finden in den Jahren 1998/99 in der Galerien Eva Poll und in der Galerie am Wasserturm in Berlin Gedenkausstellungen für Grzimek statt.
Pippel, Otto
Auktion 392 - 09.06.12
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Öl auf Leinwand 1950
20.000 EUR
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Morandi, G.
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Aquarell 1959
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Warhol, Andy
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Farbserigrafie 1967
140.000 EUR
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Krauskopf, B.
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Öl 1954
9.000 EUR
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Dix, Otto
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Farblithografie 1968
8.000 EUR
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Music, Zoran
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Öl auf Leinwand 1984
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Mappenwerk /
Portfolio
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Farbfotografie 1989
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Marcks, Gerhard
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Bronze 1969
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Zúñiga, F.
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Kreidezeichnung 1965
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Scholz, Werner
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Öl auf Hartfaserplatte 1964
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Matisse, Henri
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Lithografie 1929
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Chagall, Marc
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Farblithografie 1961
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Derain, André
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Rötelzeichnung 1940
Startpreis: 4.120 EUR
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Schröder-
Sonnenstern
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Lot 914
Farbstiftzeichnung 1960
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