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Walter Becker

Biografien
Walter Becker

*  1893 Essen
† 1984 Tutzing


Walter Becker beginnt nach einer Ausbildung als Grafiker 1915 ein Studium an der Karlsruher Akademie. Er gehört dort zur Künstlergruppe "Rih", mit der er 1919 erstmals ausstellt. Anfang der 1920er Jahre illustriert er bibliophile Ausgaben klassischer Literatur und arbeitet zusammen mit seinem Freund Karl Albiker auch als Bildhauer. 1922 folgt er ihm nach Dresden und setzt sein Studium an der Kunstakademie als dessen Meisterschüler fort. Nach der Hochzeit mit der Tochter des Malers Leo von König siedelt Becker nach Südfrankreich um, wo er, unterbrochen von Aufenthalten in Paris und Reisen nach Italien, bis Mitte der 1930er Jahre ansässig ist. Über die gesellschaftlichen Kontakte der Familie von König knüpft er freundschaftliche Beziehungen zu Persönlichkeiten wie Georges Braque, George Grosz, Thomas Mann, Julius Meier-Graefe u.a. Nach der Übersiedlung an den Starnberger See 1938 findet Becker zu einem eigenständigen künstlerischen Ausdruck: Stilistisch noch der "Brücke"-Kunst und dem Fauvismus verhaftet, lässt seine zurückhaltende Farbwahl und die Konzentration auf Interieurs stille, poetische Gemälde entstehen. 1951-58 ist der Maler als Lehrer an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe tätig. Die wichtigste Phase seines Schaffens ist das Jahrzehnt von 1958-68. Die Farbe erreicht eine Eigenständigkeit, hinter der die Kompositionen in einfachsten Formen zurücktreten. Sowohl Gestalten der Gegenwart als auch der Mythologie treten nebeneinander in traumartigen Szenen auf. 1968 muss Becker die Malerei aufgrund eines Augenleidens zunächst aufgeben, kehrt aber ab 1976, fast erblindet, mit schemenhaften Gemälden, in denen die Farbe eine absolute Stellung einnimmt, noch einmal zu ihr zurück.