Walter Gropius
1883 Berlin
1969 Boston
Nach einem abgebrochenen Studium der Architektur in München und Berlin arbeitete Walter Gropius 1908-10 bei Peter Behrens, um sich anschließend als Architekt selbständig zu machen. Schon seine frühen Arbeiten, besonders das programmatisch zu nennende "Faguswerk" in Alfeld an der Leine von 1911, aber auch die Musterfabrik für die Kölner Werkbundausstellung von 1914, charakterisieren Walter Gropius als überaus fortschrittlichen Künstler. Bereits vor dem Krieg überwand Walter Gropius die massiven Fassaden der Vergangenheit zugunsten gläserner, wie schwereloser Wandlösungen. In der Formensprache vermied Walter Gropius konsequent Historismen, Ornamentschmuck oder symbolische Werte und konzentrierte sich ganz auf die Funktionalität reiner, geometrischer Grundkörper. Walter Gropius gilt mit seinem Vorkriegswerk als Gründungsvater der modernen Architektur und Stichwortgeber des "Neuen Bauens".
Wenig später ging Walter Gropius noch einen Schritt weiter. Weltkrieg und Novemberrevolution waren auch für ihn einschneidende Erlebnisse gewesen: Walter Gropius trat dem "Arbeitsrat für Kunst" bei, dessen Ziel eine Demokratisierung der Künste war, ihre Verbindung mit den Volksmassen. Die Idee des Bauhauses Weimar, das Walter Gropius im Januar 1919 entschlossen und zielstrebig gründete, basierte zu Teilen auf den Forderungen des "Arbeitsrates für Kunst", die mit fortschrittlichen Konzepten anderer Quellen zu einem wegweisenden Programm verschmolzen wurden. Grundlegendes Ziel war die neue Einheit der Künste und eine Aufhebung der Grenzziehung zwischen Kunst und Handwerk. Ein ahistorischer Ansatz vereinte sich dabei mit einer ökonomisch-industriellen Prägung, welche auf die sozialen Schwierigkeiten der Zwischenkriegszeit mittels Standardisierung, Typisierung und Normierung reagieren wollte. Dadurch bildete sich ein neuartiges ästhetisches Bewusstsein, besonders in Hinblick auf Architektur und Massenprodukt.
Walter Gropius stand dem Bauhaus, das von Weimar nach Dessau und schließlich nach Berlin umziehen musste, bis 1928 vor. Seine berühmtesten Werke dieser Zeit waren das Bauhausgebäude Dessau (1925/26) und die dortigen Meisterhäuser. In der Folgezeit beteiligte sich Walter Gropius an zahlreichen Wettbewerben (Piscatortheater, Berliner Reichsbank u.a.) und schuf funktionale Wohnbauten wie in der Siedlung Karlsruhe-Dammerstock. Die drängende Wohnungsnot der 1920er Jahre war Grundlage der Entwicklung systematischer Ansätze und zukunftsweisender Normierungskonzepte.
1934 führte die Flucht vor der Hitlerdiktatur Walter Gropius zunächst nach England, wo er mit Maxwell Fry zusammenarbeitete; 1937 folgte er einem Ruf nach Cambridge/Mass. an die Harvard University, wo er bis 1952 eine Professur innehatte. Daneben wirkte Gropius weiterhin als Architekt und machte in den USA das "Neue Bauen" bekannt. Große Projekte realisierte Walter Gropius in Zusammenarbeit mit der 1945 gegründeten Vereinigung "TAC" (The Architects Collaborative), so etwa das Harvard Graduate Center oder das Pan Am Building.
Stilbildende und zukunftsweisende Entwürfe für Möbel und Hausrat ebenso wie für Eisenbahnwaggons und Autos (Modelle für Adler, 1930) vervollständigen das Oeuvre des Walter Gropius, der 1969 in Boston verstarb.
Vgl.: Giedion, Sigfried: Walter Gropius. Mensch und Werk, Stuttgart 1954.
Klimt, Gustav
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Bleistiftzeichnung 1916
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Hodler, F.
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Lithografie 1900
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Renoir
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Lithografie 1904
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Miró, Joan
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Farblithografie 1953
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Aquarell 1922
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Nay
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Öl auf Leinwand 1951
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Ernst, Max
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Öl auf Papier 1953
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Struck, Hermann
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1908
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