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Walter Leblanc

Biografien
Walter Leblanc

*  1932
† 1986


Walter Leblanc gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Op-Art und Kinetischen Kunst in Belgien.
Geboren wird Walter Leblanc im Jahr 1932 in Antwerpen. 1949 nimmt er in seiner Geburtsstadt ein Studium auf: Bis 1954 lernt Walter Leblanc an der Koninklijke Academie voor Schone Kunsten in Antwerpen. Danach schreibt sich Walter Leblanc für ein weiteres Jahr am dortigen Hoger Instituut voor Schone Kunsten ein.
Noch in den 1950er Jahren tritt Walter Leblanc, mittlerweile mit Nicole Labedz verheiratet, als freier Künstler auf. 1958 begründet er die Künstlervereinigung "G58 Hessenhuis". Und schon ab 1959 erscheinen "Torsionen" in den Bildern des Walter Leblanc. Diese Rotationen werden fortan zu einem Leitmotiv seiner Kunst: Walter Leblanc überspannt die Leinwand mit senkrecht verlaufenden, hauchfeinen Bändern aus farbigem Plastik, die er so eindreht, dass schlanke Dreiecksformen und Linien aneinanderstoßen und die optische Täuschung einer Wölbung und Drehung der Bildfläche erzeugen. Auch die "Twisted Strings" gehören zum Werk dieser Jahre, bei denen monochrome Fäden aus Baumwolle in geometrischen Mustern die Bildfläche überspannen.
Die 1960er Jahre werden überaus erfolgreich für Walter Leblanc. 1961 kann Walter Leblanc eine erste große Einzelausstellung bespielen, die vom Palais des Beaux-Arts (Paleis voor Schone Kunsten) in Brüssel ausgerichtet wird. Im Jahr darauf beteiligt sich Walter Leblanc an einer berühmten internationalen Bewegung von Op-Art und Kinetischer Kunst, "Nouvelle Tendance" ("Neue Tendenzen"). Auch an Ausstellungen der Künstlergruppe "ZERO" kann Walter Leblanc mitwirken. Mit Preisen wird er nun geradezu überhäuft: Im Jahr 1964 wird Walter Leblanc mit dem Preis "Jeune Peinture Belge" ("Jonge Belgische Schilderkunst") geehrt, 1966 folgt der "Europaprijs voor Schilderkunst van de Stad Oostende", 1967 der Preis der fünften Biennale von Paris und 1969 erhält Walter Leblanc den Preis Eugène Baie für Malerei. 1970 stellt Walter Leblanc seine Werke auf der Venezianischen Biennale aus.
Im Jahr 1977 folgt der Künstler einem Ruf an das Nationaal Hoger Instituut voor Bouwkunst en Stedebouw (NHIBS) in Antwerpen. Diese Dozentur bekleidet Walter Leblanc bis zu seinem Tod. In den 1980er Jahren arbeitet Walter Leblanc abstrakte Kompositionen auf Basis geometrischer Grundformen aus ("Archetypes").
Die Werke von Walter Leblanc werden heute international in renommierten Museen verwahrt, etwa im Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt, im Pariser Centre Pompidou, im Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam, im Musée d'Art Moderne de Montréal oder in den Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique in Brüssel.
Das letzte große Werk des Walter Leblanc ist die künstlerische Ausgestaltung des U-Bahnhofes Simonis in Brüssel. 1981 beginnt Walter Leblanc die Arbeiten. Noch vor Einweihung der Station verstirbt Walter Leblanc im Jahr 1986 durch einen Unfall in Silly.