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Werner Berg

Biografien
Werner Berg

*  1904 Elberfeld bei Wuppertal
† 1981 St. Veit Rutarhof/Kärnten


Nach einer Promotion im Fach Staatswissenschaften beginnt Werner Berg 1927 ein Studium der Malerei an der Kunstakademie Wien bei Karl Sterrer. 1928 wird er Meisterschüler von Karl Caspar in München. Während mehrerer Aufenthalte in Berlin schließt der Künstler Bekanntschaft mit Emil Nolde und erfährt dessen väterlich-freundschaftliche Förderung. Reisen führen ihn nach Paris, Kleinasien und Norwegen, wo er mit Edvard Munch zusammentrifft. Anfang der 1930er Jahre zieht er mit seiner Familie auf den abgelegenen Rutarhof in Unterkärnten, den er bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1970 bewirtschaftet. Neben der harten bäuerlichen Arbeit, die ihnen nur mühsam den Lebensunterhalt sichert, arbeitet Berg ohne Unterlass als Zeichner, Maler und Holzschneider. Durch das abgeschiedene Leben auf dem Lande, dessen Kargheit sich in der Wahl seiner Motive und Stilmittel widerspiegelt, löst er sich von den Zwängen des Kunstmarktes und bricht mit der akademischen Malweise. Nach ersten Ausstellungserfolgen 1935 im Kunstverein Hamburg, dem Städtischen Museum in Bochum und dem Kunstverein Köln werden mehrere seiner Arbeiten durch die Nationalsozialisten als "entartet" beschlagnahmt. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs setzt eine neue Phase in seiner künstlerischen Entwicklung ein: Der zuvor malerisch lockere Farbauftrag weicht einer deutlicheren formalen und farbigen Abstraktion. In den folgenden Jahren erfährt der Künstler zahlreiche Ehrungen. 1968 wird in Bleiburg in Kärnten die Werner-Berg-Galerie eröffnet, 1970 findet in Slovenj Gradec eine erste umfassende Retrospektive statt. Die letzten Lebensjahre verbringt der Maler in großer Abgeschiedenheit. Im September 1981 wird Werner Berg tot in seinem Atelier am Rutarhof aufgefunden.