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Willy Moralt

Biografien
Willy Moralt

*  1884 München
† 1947 Lenggries


Den ersten Zeichenunterricht erhält Willy Moralt bei seinem Vater, der nicht nur gelernter Kammermusiker ist, sondern zugleich auch ein ausgezeichneter Landschaftsmaler und Schüler von Carl Spitzweg und Christian Morgenstern. Die kunstvollen Studien, die der 15jährige Moralt von seinen ersten Reisen nach Württemberg, Baden und ins Elsaß mitbringt, überzeugen seinen Vater endgültig vom künstlerischen Talent des Sohnes. So beginnt der junge Moralt 1903 seine Ausbildung an der Münchner Akademie der bildenden Künste bei Professor Karl Raupp. Bereits im ersten Jahr erhält er ein Belobigungsdiplom und im zweiten Jahr die bronzene Ehrenmedaille für seine im Münchner Glaspalast ausgestellten Landschaften. 1907 heiratet der junge Maler Anna Schmidt und zieht mit ihr nach Schwabingen. Von dort aus unternimmt er ausgedehnte Studienreisen nach England, Holland, Italien und in die Schweiz. Erst eine langwierige Krankheit beendet seine Reisetätigkeit. Die zahlreichen Skizzen, die bis zu diesem Zeitpunkt entstanden sind, dienen nun als Vorlagen für die Bilder, die er ausschließlich im Atelier malt. Er orientiert sich zunehmend an den Arbeiten seines Großonkels Carl Spitzweg, den er über alles schätzt. Diese Neuorientierung betrifft nicht nur den Malstil sondern auch Technik und Farbenharmonie. Moralt stellt seine Farben selber her und entwickelt neue Farbrezepte, die seinen Bildern eine ungewöhnliche Leuchtkraft geben. Die meiste Zeit arbeitet Moralt in München auch wenn es den Künstler immer wieder in die Voralpenlandschaft zieht. Ganz besonders liebt er das Isartal und Lenggries, wo er ein Grundstück erwirbt, um sich dort 1943 endgültig niederzulassen. Das Kriegsende erlebt Moralt in einem Kriegsgefangenenlager. Geschwächt von einer Krankheit verstirbt Willy Moralt am 18. Februar 1947 im Langgrieser Krankenhaus. Zu Beginn seiner Karriere entstehen Bilder in tonigen Farben. Seit etwa 1914 malt er jene romantischen Kleinstadtszenen, die so typisch für diese Periode seines Schaffens sind. Als besondere Auszeichnung erhält er auf der großen Internationalen Kunstausstellung 1924 die goldene Medaille. In den 1930er Jahren entfalten seine im impressionistischen Stil gemalten Landschaften durch ihre hohe Qualität eine große Anziehungskraft auf Sammler und Kunstkenner.