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Afro

Afro

1912 Udine
1976 Zürich

Afro wird 1912 in Udine als Afro Basaldella geboren und studiert zunächst an den Kunstschulen in Venedig und Florenz. 1931 erhält der junge Künstler seine Maturità artistica. In der Galerie del Milione, Mailand, findet 1932 seine erste Einzelausstellung statt. Ab 1935/36 nimmt Afro regelmäßig an der Quadriennale in Rom und der Biennale in Venedig teil. Zwischen 1936 und 1939 realisiert Afro diverse Fresken und Wandbilder für öffentliche und private Gebäude in Udine, Rhodos, Peschiera und Rom, wo er sich auch 1938 niederlässt. In den Jahren 1941-44 hat Afro einen Lehrstuhl für Mosaikmalerei in Venedig inne. Er beteiligt sich außerdem an der Resistenza. Nach zahlreichen Einzelausstellungen in Italien zeigt der Künstler 1950 sein Werk erstmals in New York. Während eines längeren Aufenthalts in Amerika entwickelt er, angeregt durch die Kunst Arshile Gorkys, dort seinen eigenen, unverwechselbaren Stil. Afro, der sich bislang von den programmatischen Künstlergruppen Italiens ferngehalten hatte, schließt sich zwei Jahre später mit Moreni und den früheren Mitgliedern der "Fronte nuovo delle Arti", Corpora, Morlotti, Birolli, Santomaso, Turcato und Vedova zur "Gruppo degli Otto" zusammen. 1957/58 wird Afro schließlich an das Mills College von Oakland/Kalifornien berufen; in dieser Zeit schafft er auch das große Wandbild für das UNESCO-Gebäude in Paris. In den folgenden Jahren ist der Künstler überwiegend in Italien tätig, gleichermaßen reist er häufig in die USA. Seinen 1968 begonnenen Lehrauftrag für die ABA Florenz muss er 1971 aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Intensiv beschäftigt sich Afro ab 1970 mit der Grafik, erkrankt aber 1973/74 nach einer umfangreichen Schaffensperiode wieder schwer. 1976 stirbt der Künstler in Zürich. Afros durch zahlreiche Preise geehrtes Werk durchläuft viele stilistische Entwicklungen: Seine frühen Arbeiten der 1930er Jahre sind noch der venezianischen Tradition verhaftet, ab 1937 beginnt er aber den Kubismus für sich zu entdecken. Zu dieser Zeit beschäftigt er sich intensiv mit Picasso und der Malerei von Georges Braque. In den 1940er Jahren kommen neben Einflüssen der römischen Schule expressionistische und postkubistische Elemente zum Tragen. Nach einer künstlerischen Krise 1946/47, in der kaum Bilder entstehen, gelangt Afro schließlich zu einer Abstraktion, die auf dem analytischen und synthetischen Kubismus fußt. Aber erst nach seiner Begegnung mit dem abstrakten Expressionisten Gorky in den USA findet Afro zu seinem reifen Stil, in dem Licht und Farbe grundlegende Bedeutung zukommen. Das späte Œuvre ist zum einen von zunehmender Harmonisierung und Beruhigung, zum anderen durch Festigung der Form und subtiler Verfeinerung der Mittel geprägt. Afro zählt zu den wichtigsten abstrakten Malern Italiens.

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