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Eberhard Goeschel



1943 Bubenreuth


Eberhard Goeschel, in Bubenreuth / Bayern geboren, gehört zu den wenigen Künstlern, die von der Bundesrepublik in die ehemalige DDR auswandern und dort einer Generation von Malern zuzurechnen sind, die nicht im Sinne des sozialistischen Realismus arbeiten. Nach dem Abitur und einer Gebrauchsweberlehre studiert er von 1964 bis 1969 an der Hochschule für Bildende Kunst in Dresden und wird Meisterschüler bei Theo Balden. Eine erste Ausstellung von Goeschel ist 1973 in der "Kleinen Galerie Pankow" im damaligen Ost-Berlin zu sehen. 1975 findet eine größere Präsentation im Leohnardi-Museum in Dresden statt, weitere im Ausland. Es folgen Experimente mit plastischen Materialien und Aktionen. In der Dresdner Zeit vermittelte Einflüsse von Wols und Hans Hartung prägen seine Bildauffassung nachhaltig. Ein gutes Gespür für feinste Nuancen innerhalb einer farbreduzierten homogenen Tönung des Bildgrundes bilden den Ausgangspunkt für seine Bearbeitung durch Ritzen, Kratzen oder Schaben der Oberfläche. Obwohl der Prozeß des Verletzens von Oberflächen wesentlich dazugehört, ist dieser Vorgang niemals der einer Zerstörung. Ein gewaltsamer Eingriff gegenüber dem Materialcharakter der Farbschichten oder gegenüber der Funktionen der Bildgrenze würde der Sensibilität widersprechen, mit der Goeschel seine Bilder wachsen läßt.

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