Ewald Mataré

1887 Aachen
1965 Büderich bei Neuss
Nach dem I. Weltkrieg findet 1920 ein bedeutender Wandel in Matarés künstlerischem Schaffen statt. Im Alter von mehr als dreißig Jahren wendet er, der eine klassische malerische Ausbildung genossen hat, sich der Grafik und Bildhauerei zu. Die Tierplastiken avancieren zu seinem Markenzeichen. Statt spontanem Ausdruck subjektiver Erlebnisse und Stimmungen sucht der Bildhauer in seinen Plastiken und Holzschnitten nach der Klarheit und Objektivität der Formen. Insofern ist Matarés Werk verwandt mit der organischen Abstraktion wie sie den Werken von Hans Arp und Constantin Brancusi eigen sind.
1932 wird Mataré an die Staatliche Kunstakademie in Düsseldorf berufen, jedoch schon ein Jahr später aufgrund nationalsozialistischer Propaganda vertrieben. Sämtliche seiner öffentlich ausgestellten Plastiken werden vernichtet. Unmittelbar nach Kriegsende ruft man ihn an die Akademie zurück. Die von Mataré 1947 gestalteten Kölner Domtüren machen ihn zum bekanntesten deutschen Bildhauer der Nachkriegszeit. Aber auch das Fenster im Westturm des Aachener Münsters und die Portale der Weltfriedenskirche in Hiroshima geben Zeugnis von einem künstlerischen Schaffen, in dem die Grenzen zwischen Plastik und angewandter Kunst verschmelzen und das so eine eigene Formensprache etabliert. Besonderen Einfluss übt Mataré auf Joseph Beuys aus, der zu seinen berühmtesten Schülern zählt.
1953 wird Mataré der Große Kunstpreis des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen, 1958 erhält er das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Nach zahlreichen Einzelausstellungen zeigt das Stedelijk Museum in Amsterdam noch zu Lebzeiten des Künstlers eine Retrospektive seines Schaffens. Im Alter von 78 Jahren stirbt Ewald Mataré in Büderich bei Düsseldorf. Ein Jahr später zeigt der Kölnische Kunstverein eine große Gedächtnisausstellung zu seinen Ehren.
Bechtejeff
Auktion 392 - 09.06.12
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Öl auf Leinwand 1910
250.000 EUR
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Münter, G.
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Öl auf Leinwand 1916
220.000 EUR
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Gramatté, W.
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Öl auf Leinwand 1918
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Pechstein
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Öl auf Hartfaserplatte 1946
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Kandinsky, W.
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Tuschfederzeichnung 1930
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Maetzel, Emil
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Öl auf Leinwand 1919
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Campendonk, H.
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Gouache 1930
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Kollwitz, Käthe
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Bronze 1935
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Mueller, Otto
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Lithografie 1923
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Masereel, Frans
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Öl auf Leinwand 1920
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Bärenfänger, K.
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Öl auf Leinwand 1922
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Macke, August
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Bleistiftzeichnung 1912
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Kirchner
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Holzskulptur 1920
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Heckel, Erich
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Aquarell 1922
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Rohlfs, C.
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Öl 1911
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