Hermann Nitsch

1938 Wien
- lebt und arbeitet in Prinzendorf
Nach großen Erfolgen des Orgien Mysterien Theaters Ende der 60er Jahre in den USA und Deutschland führt Nitsch während der 70er Jahre in vielen europäischen und nordamerikanischen Städten Aktionen durch. 1971 gelingt der Ankauf des niederösterreichischen Schlosses Prinzendorf aus dem Besitz der Kirche, wo Nitsch im Zuge größer angelegter Aktionen auch seine Vorstellungen von der Musik zu seinem Theater verwirklicht. Bei den Aktionen werden Lärmorchester, Schreichöre und elektronisch verstärkte Instrumente eingesetzt. Nitsch deutet das Leben als Passion, den Malprozess als verdichtetes Leben und damit als Inbegriff der Passion. Der Künstler selbst bleibt durch seine an zentraler Stelle im Bild eingefügten Malhemden, die er während der Arbeit trägt, anwesend und animiert den Betrachter, sich mit dem Malvorgang zu identifizieren und mit ihm ins Bild einzutreten. Höhepunkte von Hermann Nitschs Projekten sind das "drei Tage Spiel" 1984 in Prinzendorf oder der Zyklus von Schüttbildern, die er 1987 in der Wiener Secession herstellen kann. Das Ideal des "6 Tage Spiels" verwirklicht Nitsch 1998. Seit den 90er Jahren wird seine Kunst auch immer häufiger in Ausstellungen gewürdigt, die häufig von Aktionen des Künstlers begleitet werden. In einer veränderten politisch-gesellschaftliche Situation kann Nitsch sich als anerkannter Kunstschaffender etablieren. Nach Gastprofessuren an der Frankfurter Hochschule für bildende Kunst und an der Kunstakademie Hamburg unterrichtet Nitsch seit 1989 in Frankfurt am Main eine Klasse für Interdisziplinäre Kunst. Zuletzt übernimmt er 2004 eine Gastprofessur an der Universität Wien am Institut für Theaterwissenschaften. Sogar offizielle Aufträge erreichen Hermann Nitsch - etwa für die Ausstattung des Stücks "Le Renard" an der Wiener Staatsoper 2005. Nitsch lebt und arbeitet auf seinem Schloss in Prinzendorf, Niederösterreich.
Schultze, B.

Auktion 390 - 28.04.12
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Öl auf Leinwand 1996
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Tàpies, Antoni

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Farbradierung 1981
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Miotte und Garner Tullis
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Monotypie 1990
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Sonderborg
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Lithografie 1975
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Schumacher, E.

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1970
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Kreutz, Heinz
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Farbholzschnitt 1962
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Dahmen
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Collage 1974
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