Max Beckmann

1884 Leipzig
1950 New York
Im Ersten Weltkrieg meldet sich Beckmann als Sanitäter, die grausamen Kriegserlebnisse führen jedoch zu einem psychischen Zusammenbruch und er wird vom Militärdienst beurlaubt.
Um 1916 ändert sich der Malstil Max Beckmanns vom Impressionismus hin zum Expressionismus. Charakteristisch für Beckmann werden die dichtgedrängten, bewegten Figurenkompositionen, die er scharfkantig und spitz überzeichnet. Die inhaltlichen Aussagen werden immer komplexer und auch esoterischer, sie sind ohne Kenntnis der von Max Beckmann benutzten Quellen (Kabbala, Gnosis) kaum zu verstehen.
Der künstlerische Durchbruch erfolgt in den 1920er Jahren, zahlreiche Ausstellungen in Berlin, Dresden, Paris oder New York machen das Werk Beckmanns bekannt. Der Verleger Reinhard Piper gibt von Max Beckmann illustrierte Bücher heraus sowie die 1924 erscheinende große Beckmann-Monographie.
1925 führt Beckmann an der Städelschule in Frankfurt am Main eine Meisterklasse, 1929 wird er Professor. 1928 findet in der Kunsthalle Mannheim die große, von Gustav F. Hartlaub zusammengestellte, Retrospektive statt. Beckmann erhält den Reichsehrenpreis Deutscher Kunst, die Stadt Düsseldorf verleiht ihm die Goldene Medaille.
Durch die Machtergreifung der Nazis wird die Karriere Max Beckmanns jäh abgebrochen. Bereits 1933 wird Beckmann aus der Städelschule entlassen, der Beckmann-Saal im Kronprinzenpalais der Nationalgalerie ausgeräumt, eine geplante Ausstellung in Erfurt abgesagt. Zwölf seiner Gemälde werden 1937 in der Ausstellung "Entartete Kunst" in München gezeigt. Einen Tag nach der Eröffnung dieser Ausstellung emigriert Beckmann nach Amsterdam.
Nach 1945 kehrt Max Beckmann nicht nach Deutschland zurück, er lehnt Berufungen der Akademie in München, der Hochschule der Künste Berlin sowie der Werkkunstschule in Darmstadt ab. 1947 übernimmt er eine Professur an der Washington University Art School in St. Louis. 1949 lehrt er an der Art School des Brooklyn Museums.
Max Beckmann stirbt am 27.12.1950 in New York an Herzversagen.
Heckel, Erich
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Kampf, Arthur

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