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Ossip Zadkine



1890 Smolensk
1967 Paris

Der russisch-französische Bildhauer Ossip Zadkine wird am 14.7.1890 in Vitebsk geboren. Er verbringt seine Kindheit in Smolensk. 1906 schicken ihn die Eltern nach Nordengland, der Heimat seiner Mutter. Er besucht Abendkurse für Zeichnen und Modellieren an der städtischen Kunstschule in Sunderland. Schließlich geht Zadkine nach London, wo er Gelegenheitsarbeiten als Ornamentschnitzer in verschiedenen Möbelwerkstätten annimmt. Ab 1908 studiert Ossip Zadkine an der Central School of Arts and Crafts in London, wo er sich überwiegend mit Holzplastik beschäftigt. Im British Museum studiert er die antiken Skulpturen.
Ab 1909 lebt Ossip Zadkine in Paris. Er besucht zunächst ein halbes Jahr die École des Beaux-Arts, arbeitet dann im Atelier des Bildhauers Jean Antoine Injalbert. 1911 nimmt Ossip Zadkine mit Skulpturen und Zeichnungen am "Salon des Indépendants" teil. In Paris lernt er die führenden Avantgarde-Künstler kennen, verkehrt mit Giorgio de Chirico, Georges Braque, Fernand Léger, Amedeo Modigliani, Jacques Lipchitz, Constantin Brancusi, dem Dichter Guillaume Apollinaire. 1912 bezieht Zadkine eine Wohnung auf dem Montparnasse. Er besucht den philosophischen Zirkel des Griechen Paul Rodocanachi, der sein erster Sammler und Förderer wird.
Im Ersten Weltkrieg meldet sich Zadkine freiwillig als Sanitäter, er hat körperlich und psychisch mit den Kriegseindrücken zu kämpfen. 1920 heiratet Zadkine die Malerin Valentine Prax. 1921 erhält er die französische Staatsbürgerschaft.
1931 unternimmt Ossip Zadkine eine Reise durch Griechenland, um vor Ort die spätarchaischen griechischen Skulpturen zu studieren. Zudem lernt er dort die byzantinische Mosaikkunst kennen.
1937 reist Zadkine zum ersten Mal in die USA zur Eröffnung seiner Ausstellung in der Galerie Brummer in New York. Während des Zweiten Weltkriegs emigriert Ossip Zadkine in die USA, das Land bleibt ihm jedoch fremd und kann ihn nicht inspirieren. Bedeutsam wird allein die Begegnung mit Marcel Duchamps und Max Ernst. 1944 unterrichtet er zweimal pro Woche an der Art Students League in New York. 1945 kehrt Zadkine nach Paris zurück. Es finden europaweit zahlreiche Ausstellungen seiner Werke statt, die in international bekannt machen. Ebenfalls 1945 wird Zadkine Professor an der Académie de la Grande Chaumière. Ab 1962 leitet er Kurse an der École des Beaux-Arts. Ab Ende der 1950er Jahre widmet sich Zadkine vermehrt auch dem graphischen Werk.
Ossip Zadkine stirbt am 25.11.1967 in einem Krankenhaus in Paris, er ist auf dem Friedhof Montparnasse in Paris begraben.

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