Otto Dix

1891 Gera
1969 Singen
1914 meldet sich Otto Dix freiwillig zum Kriegsdienst. 1919-1922 setzt er sein Studium an der Dresdner Akademie fort. Er ist befreundet mit Conrad Felixmüller. 1919 gehört Dix zu den Gründungsmitgliedern der "Dresdner Sezession – Gruppe 1919". 1920 lernt Otto Dix den Maler George Grosz kennen. Ebenfalls 1920 nimmt Dix an der "Ersten Internationalen Dada-Messe" in Berlin teil. 1922 ist Dix Meisterschüler an der Düsseldorfer Akademie und schließt sich dem Kreis um die Förderin und Galeristin Johanna Ey ("Mutter Ey") an, ebenso gehört er zur Künstlergruppe "Das Junge Rheinland".
1924 tritt Otto Dix der "Berliner Secession" bei und wohnt ab 1925 in Berlin. 1925 beteiligt sich der Künstler an der Ausstellung "Neue Sachlichkeit" in Mannheim. Ab 1926 vertritt ihn die renommierte Galerie Nierendorf. 1927 wird Dix Professor an der Kunstakademie Dresden.
In seinen Werken folgt Otto Dix anfangs dem Expressionismus, entwickelt jedoch um 1920 eine zunehmend realistische Malweise, bis hin zur Überzeichnung und schonungslosen Darstellung bzw. Demaskierung der hässlichen Seiten der Menschen und des tagtäglichen Lebens. In seinen Porträts stellt er bekannte Personen des öffentlichen Lebens gnadenlos und auf ihre nackte Menschlichkeit zurückgeführt dar. Diese Malweise erscheint Otto Dix ehrlicher zu sein als die "Schönfärberei" etwa der Expressionisten. Ab 1924 verwendet Otto Dix für seine Gemälde Ölfarben, die er in altmeisterlicher Manier fein lasierend auf Holztafeln aufbringt. Der drastisch-karikaturhafte Bildinhalt wird in makelloser Feinheit bis ins Detail vorgeführt. 1927/28 entsteht mit dem "Großstadt-Triptychon" eines seiner Hauptwerke, ein schillerndes Sittenbild der Zwanziger Jahre mit karikierend überzeichneten Typen in grellen Farben, das noch überhöht wird durch die sakrale Bildform des dreigeteilten Bildes.
1933 muss der Künstler auf Veranlassung der Nationalsozialisten seine Professur niederlegen. Er ist heftigsten Anfeindungen ausgesetzt, wegen Werken wie dem Triptychon "Der Krieg" wird ihm Wehrsabotage und Verletzung sittlicher Gefühle vorgeworfen. 1937 werden seine Gemälde in der Ausstellung "Entartete Kunst" gezeigt.
Für Otto Dix bedeuten die Diffamierungen eine dramatische Lebenswende. Er zieht sich vollkommen zurück und lebt ab 1936 in Hemmenhofen am Bodensee, wendet sich der Landschaftsmalerei sowie allegorischen und christlichen Themen zu. Seine Werke erreichen nie mehr die Kraft der 1920er Jahre. Otto Dix stirbt am 25.7.1969 in Singen.
Dix, Otto
Auktion 389 - 27.04.12
Lot 111003696 - noch 83 Tage
Farblithografie 1968
4.000 EUR
Gebot abgeben
Detailansicht
Kirchner
Auktion 386 - 10.12.11
Lot 50
Kaltnadelradierung 1913
27.000 €
Gebot abgeben
Detailansicht
2 weitere Angebote
Macke, August
Auktion 386 - 10.12.11
Lot 31
Farbstiftzeichnung 1913
14.000 €
Gebot abgeben
Detailansicht
Heister

Auktion 389 - 27.04.12
Lot 111003732 - noch 83 Tage
Öl auf Leinwand 1920
5.000 EUR
Gebot abgeben
Detailansicht
Feininger, L.

Auktion 389 - 27.04.12
Lot 112000045 - noch 83 Tage
Kohlezeichnung 1913
5.000 EUR
Gebot abgeben
Detailansicht
Grosz, George
Internetauktion
noch 4 Tage
Kreidezeichnung 1914
Startpreis: 2.750 EUR
Gebot abgeben
Detailansicht
Beckmann, Max

Auktion 389 - 27.04.12
Lot 111003666 - noch 83 Tage
Lithografie 1922
2.500 EUR
Gebot abgeben
Detailansicht
Pankok, Otto
Internetauktion
noch 4 Tage
Radierung 1947
Startpreis: 2.480 EUR
Gebot abgeben
Detailansicht
3 weitere Angebote
Bentele, F.
Internetauktion
noch 2 Tage
Holzskulptur 1960
Startpreis: 2.070 EUR
Gebot abgeben
Detailansicht
Delaunay-
Terk

Auktion 389 - 27.04.12
Lot 112000165 - noch 83 Tage
Radierung 1970
1.800 EUR
Gebot abgeben
Detailansicht
Rohlfs, C.
Auktion 386 - 10.12.11
Lot 66
Öl 1923
12.000 €
Gebot abgeben
Detailansicht
6 weitere Angebote
Schwimmer, Max
Auktion 389 - 27.04.12
Lot 111004073 - noch 83 Tage
Aquarell 1937
1.500 EUR
Gebot abgeben
Detailansicht
Heckel, Erich
Auktion 386 - 10.12.11
Lot 64
Aquarell 1922
14.000 €
Gebot abgeben
Detailansicht
3 weitere Angebote
Kollwitz, Käthe

Auktion 389 - 27.04.12
Lot 112000205 - noch 83 Tage
Holzschnitt 1921
2.500 EUR
Gebot abgeben
Detailansicht
6 weitere Angebote
Tappert, Georg
Auktion 386 - 10.12.11
Lot 80
Aquarell 1920
1.500 €
Gebot abgeben
Detailansicht
3 weitere Angebote
Vlaminck
Internetauktion
noch 2 Tage
Tuschfederzeichnung 1940
Startpreis: 3.850 EUR
Gebot abgeben
Detailansicht
5 weitere Angebote

















