272
Ernst Jünger
3 eigh Briefe u, 2 eigh. Karten sowie 1 Karte an Julien Gracq, 1952-1980.
Schätzpreis: € 1.000
272
Ernst Jünger
3 eigh Briefe u, 2 eigh. Karten sowie 1 Karte an Julien Gracq, 1952-1980.
Schätzpreis: € 1.000
Ernst Jünger
Schriftsteller, 1895-1998. 3 maschinenschriftliche Briefe und 2 eigenhändige Postkarten mit Unterschrift "Ernst Jünger". Mit 4 adressierten Umschlägen. Wilfingen, 27. November 1952 bis 24. November 1975. Zus. ca. 3 S. ca. 30 : 21 cm und 2 Karten.
Brieffolge an den literarisch Vewandten Julien Gracq, einen Außenseiter der französischen Literatur, der Jünger als einen 'Anreger' betrachtet.
Der erste Brief der Sammlung (27. Nov. 1952) ist ein früher in der Freundschaft beider Schriftsteller, in dem Jünger noch begründet, warum er auf Deutsch und mit Schreibmaschine schreibt. Jünger preist Gracqs einzigartige Prosa: ".. einige (Freunde) sind der Meinung, daß Sie die beste Prosa schreiben unter allen Ihren lebenden Landsleuten ..Ich weiß aber, daß Sie zu den Autoren zählen, die sich so sehr unterscheiden von ihren Vorgängern, daß man bislang noch keinen Namen für sie gefunden hat .." Er kündigt einen Parisbesuch an und schreibt am Ende handschriftlich auf Französisch, daß er Gracq mit dem gleichen Boten die deutsche Fassung von Falaises de Marbre (Marmorklippen) zukommen läßt.
Am 1. Juli 1961 bedankt sich Jünger für das zugesendete Buch (vermutlich Un balcon en fôret) , das ihre gemeinsame Vorliebe für Poe und Lautramont zeigt. Jünger bietet an, eine deutsche Übersetzung über seinen Verleger Klett zu vermitteln, letztlich erscheint das Werk jedoch 1960 im Fischer-Verlag.
In einem langen Brief vom 22. Nov. 1967 bedankt Jünger sich für die zugesendeten Lettrines . Er beklagt die "Amerikanisierung und Fellachisierung der Literatur", zitiert Heidegger ("Die Sprache ist das Haus des Seins") und diskutiert Gracqs scharfe Urteile (z. B. über Napoléon III. und die Türken). Sein Gegenargument: ".. Aber Napoléon kann sich doch gegenüber Rochefort oder Boulenger sehen lassen, wie überhaupt gegenüber der Dritten Republik, und die türkischen Greul verblassen neben vielen anderen, wie gegenüber der Ausrottung der Indianer in Nord- und Südamerika". Am Ende des Briefes ist ein getrocknetes Blatt mit Klebefilm montiert.
Eine von Jünger beidseitig beschriebe Postkarte (Nov. 1970; mit Porträt Jüngers von Stefan Moses) mit einem Nietzsche-Titel: Der Wanderer und sein Schatten und mit Erläuterungen zum Begriff Wandern auf Französisch. Mit der letzten Postkarte vom Nov. 1975 (Aufdruck mit einem Kleinschmetterling, der laut Bezeichnung ihm gewidmet wurde), berichtet Jünger in Frz. von seinen weiteren Projekten.
- PROVENIENZ: Aus einer bedeutenden französischen Privatsammlung.
Dabei: 1 maschinenschriftliche Postkarte von Armin Mohler im Auftrag Ernst Jüngers an Julie Gracq. Wilfingen, 29. Nov. 1952. - Der Sekretär schreibt in Französisch, daß Jünger zwar des Französisch mächtig ist, aber nicht in der Sprache schreiben möchte, um sich nicht mißverständlich auszudrücken. Er hofft darauf, daß Gracq einen Freund hat, der ihm den Brief übersetzen kann. Zudem bittet er um eine Meinung zur Übersetzung der Héliopolis .
Correspondence to his literary ally Julien Gracq, an outsider in French literature who considered Jünger an 'inspirer'. 3 typewritten letters and 2 autograph postcards signed "Ernst Jünger". With 4 addressed envelopes. Wilfingen, November 27, 1952 to November 24, 1975. Ca. 3 pages in total. Ca. 30 : 21 cm and 2 cards. - 1 addition (postcard by Jüngers secetary Armin Mohler). Significant French private collection.
Schriftsteller, 1895-1998. 3 maschinenschriftliche Briefe und 2 eigenhändige Postkarten mit Unterschrift "Ernst Jünger". Mit 4 adressierten Umschlägen. Wilfingen, 27. November 1952 bis 24. November 1975. Zus. ca. 3 S. ca. 30 : 21 cm und 2 Karten.
Brieffolge an den literarisch Vewandten Julien Gracq, einen Außenseiter der französischen Literatur, der Jünger als einen 'Anreger' betrachtet.
Der erste Brief der Sammlung (27. Nov. 1952) ist ein früher in der Freundschaft beider Schriftsteller, in dem Jünger noch begründet, warum er auf Deutsch und mit Schreibmaschine schreibt. Jünger preist Gracqs einzigartige Prosa: ".. einige (Freunde) sind der Meinung, daß Sie die beste Prosa schreiben unter allen Ihren lebenden Landsleuten ..Ich weiß aber, daß Sie zu den Autoren zählen, die sich so sehr unterscheiden von ihren Vorgängern, daß man bislang noch keinen Namen für sie gefunden hat .." Er kündigt einen Parisbesuch an und schreibt am Ende handschriftlich auf Französisch, daß er Gracq mit dem gleichen Boten die deutsche Fassung von Falaises de Marbre (Marmorklippen) zukommen läßt.
Am 1. Juli 1961 bedankt sich Jünger für das zugesendete Buch (vermutlich Un balcon en fôret) , das ihre gemeinsame Vorliebe für Poe und Lautramont zeigt. Jünger bietet an, eine deutsche Übersetzung über seinen Verleger Klett zu vermitteln, letztlich erscheint das Werk jedoch 1960 im Fischer-Verlag.
In einem langen Brief vom 22. Nov. 1967 bedankt Jünger sich für die zugesendeten Lettrines . Er beklagt die "Amerikanisierung und Fellachisierung der Literatur", zitiert Heidegger ("Die Sprache ist das Haus des Seins") und diskutiert Gracqs scharfe Urteile (z. B. über Napoléon III. und die Türken). Sein Gegenargument: ".. Aber Napoléon kann sich doch gegenüber Rochefort oder Boulenger sehen lassen, wie überhaupt gegenüber der Dritten Republik, und die türkischen Greul verblassen neben vielen anderen, wie gegenüber der Ausrottung der Indianer in Nord- und Südamerika". Am Ende des Briefes ist ein getrocknetes Blatt mit Klebefilm montiert.
Eine von Jünger beidseitig beschriebe Postkarte (Nov. 1970; mit Porträt Jüngers von Stefan Moses) mit einem Nietzsche-Titel: Der Wanderer und sein Schatten und mit Erläuterungen zum Begriff Wandern auf Französisch. Mit der letzten Postkarte vom Nov. 1975 (Aufdruck mit einem Kleinschmetterling, der laut Bezeichnung ihm gewidmet wurde), berichtet Jünger in Frz. von seinen weiteren Projekten.
- PROVENIENZ: Aus einer bedeutenden französischen Privatsammlung.
Dabei: 1 maschinenschriftliche Postkarte von Armin Mohler im Auftrag Ernst Jüngers an Julie Gracq. Wilfingen, 29. Nov. 1952. - Der Sekretär schreibt in Französisch, daß Jünger zwar des Französisch mächtig ist, aber nicht in der Sprache schreiben möchte, um sich nicht mißverständlich auszudrücken. Er hofft darauf, daß Gracq einen Freund hat, der ihm den Brief übersetzen kann. Zudem bittet er um eine Meinung zur Übersetzung der Héliopolis .
Correspondence to his literary ally Julien Gracq, an outsider in French literature who considered Jünger an 'inspirer'. 3 typewritten letters and 2 autograph postcards signed "Ernst Jünger". With 4 addressed envelopes. Wilfingen, November 27, 1952 to November 24, 1975. Ca. 3 pages in total. Ca. 30 : 21 cm and 2 cards. - 1 addition (postcard by Jüngers secetary Armin Mohler). Significant French private collection.
Aufgeld und Steuern zu Ernst Jünger "3 eigh Briefe u, 2 eigh. Karten sowie 1 Karte an Julien Gracq"
Dieses Objekt wird regel- oder differenzbesteuert angeboten.
Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlag bis einschließlich € 200.000: 34 % Aufgeld.
Zuschläge über € 200.000: Teilbeträge bis einschließlich € 200.000 34 %, Teilbeträge über € 200.000 29 % Aufgeld.
Das Aufgeld enthält die Umsatzsteuer, diese wird jedoch nicht ausgewiesen.
Berechnung bei Regelbesteuerung:
Zuschlag bis einschließlich € 200.000: 27 %.
Zuschläge über € 200.000: Teilbeträge bis einschließlich € 200.000 27%, Teilbeträge über € 200.000 22 % Aufgeld.
Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer von 7 % erhoben.
Wir bitten um schriftliche Mitteilung vor Rechnungsstellung, sollten Sie Regelbesteuerung wünschen.
Berechnung bei Differenzbesteuerung:
Zuschlag bis einschließlich € 200.000: 34 % Aufgeld.
Zuschläge über € 200.000: Teilbeträge bis einschließlich € 200.000 34 %, Teilbeträge über € 200.000 29 % Aufgeld.
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