125000958
Lyonel Feininger
Queen of the Hudson (Mary Powell), 1940.
Öl und Bleistift auf Leinwand
Schätzpreis: € 140.000 - 180.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
125000958
Lyonel Feininger
Queen of the Hudson (Mary Powell), 1940.
Öl und Bleistift auf Leinwand
Schätzpreis: € 140.000 - 180.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
 

Lyonel Feininger
1871 - 1956

Queen of the Hudson (Mary Powell). 1940.
Öl und Bleistift auf Leinwand.
Verso mit einem auf dem Keilrahmen befestigten Label und einer handschriftlichen Widmung des Künstlers, dort mit dem Pseudonym Feiningers bezeichnet "yclept Papileo" und datiert "N. Y. June 11th, 1940". 35,5 x 73,6 cm (13,9 x 28,9 in).
Die vollständige Beschriftung verso lautet: "To my dear Lux, on the auspicious occasion of his 30th Birthday, this preliminary sketch to what may some day become a full-fledged painting, representing "The Queen of the Hudson": the Side-Wheeler "Mary Powell", is dedicated with great affection by his Old Laddie, yclept Papileo N.Y. June 11th 1940". [AR].

• Direkt aus dem Nachlass von T. Lux Feininger, Sohn des Künstlers.
• Erstmals auf dem internationalen Auktionsmarkt angeboten.
• "Queen Of The Hudson": kraftvolles Sinnbild für Feiningers lebenslage Liebe zur Schiffahrt.
• Stilisiert und mystifiziert - unter doppeltem Regenbogen wird das Hudson River boat zum Archetyp, zum sehnsuchtsvollen Symbol für Widerstandskraft und Neubeginn.
• Mit persönlicher Widmung des Künstlers anlässlich des 30. Geburtstags seines Sohnes
.

Achim Moeller, Direktor des Lyonel Feininger Project, New York - Berlin, hat die Echtheit dieses Werkes, das im Archiv des Lyonel Feininger Project unter der Nummer 2048-02-26-26 registriert ist, bestätigt. Das Gemälde ist in Lyonel Feininger: The Catalogue Raisonné of Paintings von Achim Moeller unter der Nummer 412 aufgeführt. Ein Zertifikat liegt der Arbeit bei.
Zusätzliche Informationen wurden von Achim Moeller, The Lyonel Feininger Project, New York - Berlin, zur Verfügung gestellt.

PROVENIENZ: Theodore Lux (T. Lux) Feininger, Cambridge (MA) (als Geschenk vom Künstler).
Nachlass T. Lux Feininger, Cambridge (MA) (durch Erbschaft).

AUSSTELLUNG: Lyonel Feininger, Marlborough-Gerson Gallery, New Yorrk, 1.4.-1.6.1969, Kat. Nr. 52, S. 12 u.69 (m. S/W-Abb., hier als "Untitled [a aketch]").
Leihgabe Fogg Art Museum, Harvard University, Cambridge (MA), (verso m. Etikett).
Lyonel Feininger: Zurück in Amerika. 1937-1956, Stiftung Moritzburg - Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), 16.5.-30.8.2009, Kat.-Nr. 8 (hier als "Queen of the Hudson"), S. 68f. (m. Farbabb.), u. S. 221.

LITERATUR: Achim Moeller, "The Queen of the Hudson (Mary Powell) / (Die Königin des
Hudson [Mary Powell]), 1940 (Moeller 412)." Lyonel Feininger: The Catalogue
Raisonné of Paintings. http://www.feiningerproject.org/ (abgerufen am 26.2.2025).
Hans Hess, Lyonel Feininger. Mit einem Œuvre-Katalog von Julia Feininger, Stuttgart 1959, WVZ-Nr. 394 (m. Abb. S. 286, hier als "Unbetitelt (Skizze)").
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T. Lux Feininger, Konstruierte Schiffe, in: Mare 20, Juni/Juli 2000, S. 74-79, hier S. 77.
Sebastian Ehlert, Lyonel Feininger: A vele spiegate / Lyonel Feininger: Auf großer Fahrt, in: Harald Fiebig, Ilse Ruch (Hrsg.), Lyonel Feininger: A vele spiegate / Lyonel Feininger: Auf großer Fahrt, Ausstellungskat., Bellinzona 2019, S.33-73.

Das Gesamtwerk von Lyonel Feininger zeichnet sich durch eine große stilistische Vielfalt aus, die für die Entwicklung der Klassischen Moderne als wegweisend gilt. Auffällig ist jedoch, dass sich seine Bildthemen dabei stets auf einige wenige Motivgruppen konzentrieren, innerhalb derer Feininger zu immer neuen künstlerischen und stilistischen Ausprägungen findet. Neben der Architektur übt vor allem die maritime Motivwelt eine ungemein große Faszination auf den Künstler aus. Eine Leidenschaft, die er nicht nur mit seinem Sohn T. Lux Feininger teilt, sondern die darüber hinaus sein künstlerisches Schaffen über die Jahrzehnte und unterschiedlichen Werkphasen hinweg dauerhaft prägen wird.

Schon während seiner Kindheit in Amerika beobachtet Feininger die vorbeiziehenden Schiffe auf dem Hudson River in New York. Darunter befindet sich unter anderem die hier dargestellte "Mary Powell", die aufgrund ihrer Leistungsstärke auch als "Queen of the Hudson" bekannt ist. Für Lyonel Feininger sind die Jahre in New York der Beginn einer lebenslangen Faszination für die Schifffahrt, die während seiner Zeit in Deutschland und seinen Aufenthalten an der Ostsee nicht abreißen wird. Auch am Bauhaus findet die Thematik Eingang in seine Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Holzschnitte und selbst nach seiner Rückkehr in die USA im Jahr 1937 lebt die maritime Motivwelt in seinem Schaffen fort. Die hier angebotene Arbeit aus dem Jahr 1940 widmet er seinem Sohn T. Lux Feininger zu dessen 30. Geburtstag, der sich noch Jahre später lebhaft an die Entstehung des Gemäldes erinnert, das sich bis heute im Besitz der Familie Lyonel Feiningers befand:

"Eins der ersten Bilder, die gegen Ende der Periode der Rebellion gegen das was sich nicht ändern ließ, vollendet wurden, ist die "Queen of the Hudson". (...) Es ist ein Erinnerungsbild, denn Lyonel Feininger hatte als junger Mensch den Dampfer der Hudson River Dayline dieses Namens gekannt und bewundert. Die "Mary Powell" war ein Rekordbreaker und hielt das Blaue Band viele Jahre lang, bis sie in 1922 abgewrackt wurde. Der doppelte Regenbogen deutet auf Hero Worship, ein fühlbarer archaischer Zug, welcher auch in der rigoros unperspektivischen Seitenansicht enthalten ist. Ohne Ausnahme hatten und haben bis heute die Hudson River boats ihren Namen in großen, schwarzen Lettern auf die weiße Seitenwand aufgemalt. Auf unserem Bild ist kein Name sichtbar. Man soll nicht glauben, dass das Zufall ist. Weglassung der Identität bedeutet eine symbolische, archetypische Funktion. "Ich lebe in New York, aber Old New York lebt in mir", schrieb mir mein Vater gegen Ende seines Lebens." (T. Lux Feininger in einem Brief an Wolfgang Büche, 15.2.2008, zit. nach.: Wolfgang Büche (Hrsg.), Lyonel Feininger. Zurück in Amerika. 1937-1956, München 2009, S. 68). [AR]





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