Auktion: 606 / Evening Sale am 12.06.2026 in München → Lot 126000042
Rahmenbild
126000042
Victor Vasarely
Korna, 1952/60,.
Acryl auf Leinwand
Schätzpreis: € 200.000 - 300.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
126000042
Victor Vasarely
Korna, 1952/60,.
Acryl auf Leinwand
Schätzpreis: € 200.000 - 300.000
Informationen zu Aufgeld, Steuern und Folgerechtsvergütung sind ab vier Wochen vor Auktion verfügbar.
Victor Vasarely
1906 - 1997
Korna. 1952/60,1972.
Acryl auf Leinwand.
Rechts unten signiert. Verso zweifach signiert sowie betitelt und bezeichnet "1952/60/HH/" und mit den Maßangaben beschriftet. 205 x 186 cm (80,7 x 73,2 in).
[AR].
• Verführer des Auges und der Sinne: großformatige, ungemein energetische Arbeit des visionären Op-Art-Pioniers.
• Aus der "Période Noir-Blanc": maximale Wirkung durch radikale Reduzierung auf Schwarz-Weiß-Kontraste und effektvolle Zersplitterung der Geometrie.
• Vierfache Teilnahme an der documenta 1955, 1959, 1964 und 1968.
• Ausgestellt in der großen Überblicks-Show "Vasarely. Erfinder der Op-Art" (1997/98).
• Weitere Schwarz-Weiß-Gemälde des Künstlers befinden sich in internationalen Museumssammlungen, darunter das Centre Pompidou, Paris, sowie die Tate Gallery, London.
Die Echtheit der vorliegenden Arbeit wurde von Pierre Vasarely, Universalvermächtnisnehmer und Inhaber des moralischen Rechts Victor Vasarelys, mündlich bestätigt. Das Werk wird von der Fondation Vasarely, Aix-en-Provence, in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Gemälde von Victor Vasarely aufgenommen.
PROVENIENZ: IBM, Zürich.
Privatsammlung Hessen (in den 1990er Jahren erworben).
Privatsammlung Norddeutschland.
AUSSTELLUNG: Vasarely. Erfinder der Op-Art, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen a. Rhein, 9.11.1997-25.1.1998; Kunstverein Wolfsburg, 8.2.-19.4.1998; Josef Albers Museum Quadrat, Bottrop, 17.5.-23.8.1998, Kat.-Nr. 79 (m. Abb. S. 121, verso auf dem Keilrahmen mit Ausstellungsetikett).
LITERATUR: Sotheby's, London, Contemporary Art Part II, 30.6.1994, Los 143.
"Ja und Nein in eins verbinden heißt das Wissen wirklich vervollständigen. Welche Aussichten..Schwarz und Weiß, Ja und Nein."
Victor Vasarely, zit. nach: Ausst.-Kat. Vasarely. Erfinder der Op-Art, Ludwigshafen a. Rhein 1997, S. 119.
1906 - 1997
Korna. 1952/60,1972.
Acryl auf Leinwand.
Rechts unten signiert. Verso zweifach signiert sowie betitelt und bezeichnet "1952/60/HH/" und mit den Maßangaben beschriftet. 205 x 186 cm (80,7 x 73,2 in).
[AR].
• Verführer des Auges und der Sinne: großformatige, ungemein energetische Arbeit des visionären Op-Art-Pioniers.
• Aus der "Période Noir-Blanc": maximale Wirkung durch radikale Reduzierung auf Schwarz-Weiß-Kontraste und effektvolle Zersplitterung der Geometrie.
• Vierfache Teilnahme an der documenta 1955, 1959, 1964 und 1968.
• Ausgestellt in der großen Überblicks-Show "Vasarely. Erfinder der Op-Art" (1997/98).
• Weitere Schwarz-Weiß-Gemälde des Künstlers befinden sich in internationalen Museumssammlungen, darunter das Centre Pompidou, Paris, sowie die Tate Gallery, London.
Die Echtheit der vorliegenden Arbeit wurde von Pierre Vasarely, Universalvermächtnisnehmer und Inhaber des moralischen Rechts Victor Vasarelys, mündlich bestätigt. Das Werk wird von der Fondation Vasarely, Aix-en-Provence, in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis der Gemälde von Victor Vasarely aufgenommen.
PROVENIENZ: IBM, Zürich.
Privatsammlung Hessen (in den 1990er Jahren erworben).
Privatsammlung Norddeutschland.
AUSSTELLUNG: Vasarely. Erfinder der Op-Art, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen a. Rhein, 9.11.1997-25.1.1998; Kunstverein Wolfsburg, 8.2.-19.4.1998; Josef Albers Museum Quadrat, Bottrop, 17.5.-23.8.1998, Kat.-Nr. 79 (m. Abb. S. 121, verso auf dem Keilrahmen mit Ausstellungsetikett).
LITERATUR: Sotheby's, London, Contemporary Art Part II, 30.6.1994, Los 143.
"Ja und Nein in eins verbinden heißt das Wissen wirklich vervollständigen. Welche Aussichten..Schwarz und Weiß, Ja und Nein."
Victor Vasarely, zit. nach: Ausst.-Kat. Vasarely. Erfinder der Op-Art, Ludwigshafen a. Rhein 1997, S. 119.
Victor Vasarely, Pionier der Op-Art, verstand seine Kunst weniger als ein ästhetisches Experiment, sondern vielmehr als eine universell verständliche Sprache, die zur Demokratisierung der Kunst beitragen sollte. Es ist eine Kunst, die durch Irritationen und Täuschungen die menschliche Wahrnehmung herausfordert und dabei den umgebenden Raum gleichermaßen in Schwingung versetzt. Mit dem gezielten Einsatz von geometrischen Formen und vibrierenden Farbkontrasten manipuliert er dabei unsere Sehgewohnheiten, suggeriert in der unbewegten Fläche das Vorhandensein von Bewegung, irritiert und reizt das Auge, bis auch Körper und Geist involviert sind.
Der aus Ungarn stammende Künstler wird am 9. April 1906 in Pécs als Gyözö Vásárhelyi geboren. 1927 beginnt er seine Ausbildung an einer privaten Zeichenschule in Budapest, bevor er zur Ausbildungsstätte "Mühely" (dt. "Werkstatt") wechselt, wo in erster Linie das Gedankengut des Bauhauses vermittelt wird. Nach seiner Übersiedlung nach Paris 1930 arbeitet er erfolgreich als Gebrauchsgrafiker und erforscht dabei systematisch die optischen und emotionalen Möglichkeiten verschiedener grafischer Mittel. Dies bringt ihn 1947 zu der Erkenntnis, dass auch in der zweidimensionalen Fläche vielfältige Sinnesempfindungen hervorgerufen werden können, die neue Ideen über Raum, Materie und Energie vermitteln, und er entwickelt eine eigenständige geometrische Abstraktion, deren Variationen zu optischen Bildmustern mit kinetischen Effekten führen und letztlich einen wesentlichen Beitrag zur Entstehung der Op-Art leisten.
Etwa zeitgleich mit seinem 1955 veröffentlichten "Manifest Jaune", in dem Vasarely sein Programm zur kinetischen Kunst formuliert, initiiert er eine Reihe von Arbeiten in Schwarz und Weiß, die als "Période Noir-Blanc" bekannt ist. Auch unsere Arbeit "Korna" lässt sich dieser Werkgruppe zuordnen. Ausgehend von der Idee von 1952/60 wurde die vorliegende Arbeit 1972 ausgeführt, was der typischen Arbeitsweise des Künstlers entspricht. Die ungemein energetische, kleinteilige Zersplitterung der geometrischen Formen und radikale Reduzierung auf Schwarz-Weiß-Kontraste markiert dabei einen neuen Schritt im visionären Schaffen Victor Vasarelys. In großem Format und mit untrüglichem Sinn für eindringliche Effekte inszeniert er hier eine wahre Performance der Geometrie und ein fesselndes Verwirrspiel für das Auge.
Doch nicht nur die rein optische Wahrnehmung ist Ziel dieser Inszenierung seiner kinetischen Kunst. Auch auf geistiger Ebene setzt Vasarely mit seinen "Noir-Blanc"-Arbeiten gezielt Reize, die tief im kulturellen Wissen des Menschen und somit im Unterbewusstsein eines jeden Betrachters verankert sind: "Daraus folgerte ich, philosophisch gesprochen, dass die weißen und schwarzen Zeichen wie die geläufigen Antinomien der Vergangenheit – 'Tag und Nacht', 'Engel und Teufel', 'Gut und Böse' – in Wirklichkeit komplementäre Größen sind, fruchtbare Androgynie. Ja und Nein in eins verbinden heißt das Wissen wirklich vervollständigen. Welche Aussichten...Schwarz und Weiß, Ja und Nein." (zit. nach: Ausst.-Kat. Vasarely. Erfinder der Op-Art, Ludwigshafen a. Rhein 1997, S. 119) [AR]
Der aus Ungarn stammende Künstler wird am 9. April 1906 in Pécs als Gyözö Vásárhelyi geboren. 1927 beginnt er seine Ausbildung an einer privaten Zeichenschule in Budapest, bevor er zur Ausbildungsstätte "Mühely" (dt. "Werkstatt") wechselt, wo in erster Linie das Gedankengut des Bauhauses vermittelt wird. Nach seiner Übersiedlung nach Paris 1930 arbeitet er erfolgreich als Gebrauchsgrafiker und erforscht dabei systematisch die optischen und emotionalen Möglichkeiten verschiedener grafischer Mittel. Dies bringt ihn 1947 zu der Erkenntnis, dass auch in der zweidimensionalen Fläche vielfältige Sinnesempfindungen hervorgerufen werden können, die neue Ideen über Raum, Materie und Energie vermitteln, und er entwickelt eine eigenständige geometrische Abstraktion, deren Variationen zu optischen Bildmustern mit kinetischen Effekten führen und letztlich einen wesentlichen Beitrag zur Entstehung der Op-Art leisten.
Etwa zeitgleich mit seinem 1955 veröffentlichten "Manifest Jaune", in dem Vasarely sein Programm zur kinetischen Kunst formuliert, initiiert er eine Reihe von Arbeiten in Schwarz und Weiß, die als "Période Noir-Blanc" bekannt ist. Auch unsere Arbeit "Korna" lässt sich dieser Werkgruppe zuordnen. Ausgehend von der Idee von 1952/60 wurde die vorliegende Arbeit 1972 ausgeführt, was der typischen Arbeitsweise des Künstlers entspricht. Die ungemein energetische, kleinteilige Zersplitterung der geometrischen Formen und radikale Reduzierung auf Schwarz-Weiß-Kontraste markiert dabei einen neuen Schritt im visionären Schaffen Victor Vasarelys. In großem Format und mit untrüglichem Sinn für eindringliche Effekte inszeniert er hier eine wahre Performance der Geometrie und ein fesselndes Verwirrspiel für das Auge.
Doch nicht nur die rein optische Wahrnehmung ist Ziel dieser Inszenierung seiner kinetischen Kunst. Auch auf geistiger Ebene setzt Vasarely mit seinen "Noir-Blanc"-Arbeiten gezielt Reize, die tief im kulturellen Wissen des Menschen und somit im Unterbewusstsein eines jeden Betrachters verankert sind: "Daraus folgerte ich, philosophisch gesprochen, dass die weißen und schwarzen Zeichen wie die geläufigen Antinomien der Vergangenheit – 'Tag und Nacht', 'Engel und Teufel', 'Gut und Böse' – in Wirklichkeit komplementäre Größen sind, fruchtbare Androgynie. Ja und Nein in eins verbinden heißt das Wissen wirklich vervollständigen. Welche Aussichten...Schwarz und Weiß, Ja und Nein." (zit. nach: Ausst.-Kat. Vasarely. Erfinder der Op-Art, Ludwigshafen a. Rhein 1997, S. 119) [AR]
Hauptsitz
Joseph-Wild-Str. 18
81829 München
Tel.: +49 (0)89 55 244-0
Fax: +49 (0)89 55 244-177
info@kettererkunst.de
Louisa von Saucken / Undine Schleifer
Holstenwall 5
20355 Hamburg
Tel.: +49 (0)40 37 49 61-0
Fax: +49 (0)40 37 49 61-66
infohamburg@kettererkunst.de
Dr. Simone Wiechers
Fasanenstr. 70
10719 Berlin
Tel.: +49 (0)30 88 67 53-63
Fax: +49 (0)30 88 67 56-43
infoberlin@kettererkunst.de
Cordula Lichtenberg
Gertrudenstraße 24-28
50667 Köln
Tel.: +49 (0)221 510 908-15
infokoeln@kettererkunst.de
Hessen
Rheinland-Pfalz
Miriam Heß
Tel.: +49 (0)62 21 58 80-038
Fax: +49 (0)62 21 58 80-595
infoheidelberg@kettererkunst.de
Nico Kassel, M.A.
Tel.: +49 (0)89 55244-164
Mobil: +49 (0)171 8618661
n.kassel@kettererkunst.de
Wir informieren Sie rechtzeitig.




